Caravan-Neuzulassungen

Die positive Absatzentwicklung seit 2014 setzte sich in den Folgejahren weiter fort. Mit 17.201 Caravan-Neuzulassungen im Jahr 2014 wurde nach dem Rückgang 2013 erstmals wieder ein Zuwachs von 3,2 Prozent verzeichnet. 2015 wurde dieses positive Interesse der deutschen Caravan-Kunden mit 18.795 neu zugelassenen Caravans mit einem Plus von 9,3 Prozent nochmals übertroffen verglichen mit 2014. Die Erfolgskurve auf dem deutschen Caravanmarkt stieg in 2016 mit 19.748 neu zugelassenen Fahrzeugen um weitere 5,1 Prozent an. Die wechselnden Zulassungsergebnisse der letzten Jahre scheinen damit einer stabilen Verkaufslage gewichen zu sein. Das caravanfreundlichste Bundesland in 2016 war, wie bereits viele Jahre zuvor, Nordrhein-Westfalen mit 5.020 Neuzulassungen, gefolgt von Bayern (3.267 Einheiten) und knapp dahinter Baden-Württemberg (3.071 Einheiten). Bei der Caravan-Dichte, d. h. Neuzulassungen pro 10.000 Einwohner, war Schleswig-Holstein mit 3,8 der Spitzenreiter in Deutschland. Lediglich die Zulassungsveränderungen in den Bundesländern Niedersachsen (–10,6 Prozent) und Bremen(–2,6 Prozent) lagen 2016 im negativen Bereich im Vergleich zum Vorjahr. Die neuen Bundesländer wiesen einen Zulassungsanteil von 12,2 Prozent am Gesamtvolumen auf, verzeichneten aber über dem Bundesdurchschnitt liegende Steigerungsraten in Höhe von 12,6 Prozent.

Der langjährige Trend zu immer besser ausgestatteten und damit schwereren Caravans hielt auch 2016 an.Dementsprechend war die Gewichtsklasse ab 1.700 kg zulässigem Gesamtgewicht mit 12.068 neu zugelassenen Caravans und einem Marktanteil von 61,1 Prozent die stärkste. Das gute Orderverhalten der Caravan-Kunden in 2016 für 2017 sowie der florierende Gebrauchtwagenmarkt lassen auch für 2017 die Branche optimistisch in die Zukunft schauen.

Caravan-Produktion

Die weiterhin gestiegene Nachfrage nach Caravans im Inlands- als auch im Auslandsgeschäft hat in 2016 zu weiteren Auslastungen der Fertigungsstraßen bei den deutschen Herstellern geführt. Durch fertigungsfreundliche Neukonstruktionen, die bereits bei der Caravan-Entwicklung Berücksichtigung fanden, konnten zum einen Kostenersparnisse und zum anderen Effizienzsteigerungen erzielt werden, die bei einigen Herstellern wegen der bereits bestehenden Kapazitätsengpässe dringend notwendig waren. Dadurch konnte eine erneute Produktionssteigerung in 2016 auf 44.070 Caravans um über 15 Prozent ermöglicht werden. Die Auslastung der ersten drei Quartale war hierbei recht ausgeglichen. So wurde das erste und zweite Quartal 2016 mit einem Plus von 18,6 Prozent bzw. 16,3 Prozentab geschlossen und damit die Produktion im ersten Halbjahr 2016 um 17,4 Prozent im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen verbessert. Im dritten Quartal 2016 lag die Fertigungssteigerung wieder bei 18,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Erst im vierten Quartal 2016 wurden die Zuwächse wieder einstellig.

Caravan-Bestand

Am 1. Januar 2016 waren in Deutschland 616.373 Caravans beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg angemeldet, was verglichen mit dem Vorjahresstichtag (601.161 Einheiten) einem Zuwachs von 2,5 Prozent entspricht. Damit stieg der Bestand an Caravans in 2016 um 15.212 Einheiten. Die neuen Bundesländer hatten mit 92.729 registrierten Caravans zum 1. Januar 2016 im Vergleich zum Vorjahresergebnis (89.108 Einheiten) eine Bestandssteigerung von 4,1 Prozent. Damit liegen die neuen Bundesländer um 1,6 Prozent über der Steigerungsrate des Bundesdurchschnittes.

Zum Stichtag 1. Januar 2016 waren in Nordrhein-Westfalen mit 140.163 Einheiten die meisten Caravans zugelassen, gefolgt von Bayern (95.702 Einheiten) und Baden-Württemberg (88.502 Einheiten). Nach den verbandsinternen Hochrechnungen weist der Bestand aller Caravans – inklusive der nicht zugelassenen Caravans von Dauercampern – 890.000 Fahrzeuge auf.

Caravan-Ausfuhr

Seit 2014 erholte sich der europäische Caravanmarkt zusehends und steigerte die Neuzulassungen in 2015 um 6,2 Prozent. Auch Sorgenkinder wie die Niederlande sowie die skandinavischen Länder inklusive Finnland schafften den Turnaround in 2015 und führten zu 72.250 Neuzulassungen für den Caravansektor in Europa. Die Caravanausfuhren steigerten sich deshalb in 2015 um 12,7 Prozent im Vergleich zu 2014. Aber auch 2016 stieg in Europa die Nachfrage nach Caravans weiter an und erzielte mit 73.650 Neuzulassungen ein Plus von 1,9 Prozent. Gleichzeitig legte die Inlandsnachfrage um 5,1 Prozent zu und der Export wuchs um 5,5 Prozent auf 23.501 Caravans verglichen mit 2015. Die meisten Caravans mit 5.635 Einheiten konnten in die Niederlande ausgeführt werden, gefolgt von Frankreich (4.799 Einheiten) und Norwegen (1.749 Einheiten). Dabei spiegelte die Entwicklung der Caravanverkäufe auch die Exporte wider. So gingen die Ausfuhren nach Frankreich oder in die Schweiz entsprechend den Rückgängen der Neuzulassungen zurück.Bei einigen Caravanländern konnten die deutschen Hersteller entgegen dem rückläufigen Zulassungstrend wie z. B. in Spanien oder Italien die Ausfuhr und damit die Marktanteile erhöhen. Die Exportquote sank 2016 aufgrund des guten Inlandsgeschäftes auf 53,3 Prozent.