15.01.2024

Rekordumsatz: Caravaning-Tourismus beschert deutscher Wirtschaft über 18 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr

Pressemitteilung

Caravaning ist mehr als nur ein nachhaltiger Urlaubstrend, sondern hat sich in Deutschland längst zu einem wichtigen Tourismus- und Wirtschaftsfaktor entwickelt.
Frankfurt am Main / Stuttgart, 15. Januar 2024 – Der Tourismusstandort Deutschland profitiert von der zunehmenden Anzahl an Menschen, die ihre Freizeit mit einem Reisemobil oder Caravan verbringen. Gemäß einer Untersuchung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) für das Caravaning-Jahr 2022 beschert diese Entwicklung der heimischen Wirtschaft einen touristischen Umsatz von über 18,1 Milliarden Euro pro Jahr, was einem Anstieg von rund 20 Prozent im Vergleich zu 2021 entspricht.

 

Caravaning-Urlauber haben der deutschen Wirtschaft im Jahr 2022 einen Umsatz von über 18,1 Milliarden Euro beschert. Dies ist ein Anstieg von 19,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021. Rund 5,9 Milliarden Euro bleiben direkt in den Urlaubsgebieten und kommen der Wirtschaft vor Ort zugute. Von den Ausgaben der Caravaning-Urlauber profitieren dabei nicht nur die Betreiber von Camping- und Stellplätzen, sondern auch Geschäfte, Unternehmen und Dienstleister in den Zielgebieten. Berücksichtigt man die Ausgaben der Urlauber während der Reise und die anfallenden Fahrtkosten, so bewirkt 1 € Wertschöpfung durch die Beherbergung auf dem Campingplatz insgesamt fast 12 € Wertschöpfung bei allen direkten und indirekten Akteuren in der Umgebung. Dies ist eine bemerkenswert hohe Umwegrentabilität und auch im Vergleich mit anderen Branchen ein überdurchschnittlich guter Wert.
Gerade touristisch noch wenig erschlossenen Regionen und Kommunen bietet Caravaning beste Möglichkeiten, um schnell und mit geringem finanziellem Aufwand touristische Infrastruktur aufzubauen und somit an der touristischen Wertschöpfung teilzuhaben. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben zudem gezeigt, dass Caravaning eine krisenresistente Urlaubsform ist.
Insbesondere durch den Bau und Ausbau von Stellplätzen haben auch touristisch weniger entwickelte Regionen in Deutschland beste Möglichkeiten, um an diesem langfristig angelegten Urlaubstrend teilzuhaben.

Stellplätze bieten großen Mehrwert

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Reiseverhalten im Caravaning-Tourismus drastisch verändert. Die Camping-Szene präsentiert sich heutzutage vielfältiger, individueller und heterogener. Entsprechend ist auch das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten heute weitaus vielfältiger als vor 40 Jahren. Neben den traditionellen Campingplätzen haben sich in dieser Zeit alternative Übernachtungskonzepte wie Reisemobilstellplätze entwickelt und etabliert. Eine Untersuchung der Hochschule Geisenheim zeigt, dass sowohl Anbieter als auch Urlauber von diesem Trend profitieren:
Die Hochschule führte in Zusammenarbeit mit dem Caravaning Industrie Verband (CIVD) zwei Studien durch, um die Situation des Reisemobil-Tourismus in Weinbauregionen zu analysieren. An der ersten Studie, die sich auf die Anbieter konzentrierte, nahmen 600 Weingüter teil. Von diesen bieten bereits rund 23 Prozent Stellplätze an. Zu den größten Vorteilen von Stellplätzen wurden neben der Umsatzsteigerung auch die Neukundengewinnung, die Erhöhung des Bekanntheitsgrades und die Erweiterung des eigenen Angebotes genannt. Mehr als 40 Prozent der Weingüter, die derzeit keine Stellplätze anbieten, planen fest oder können sich vorstellen, in Zukunft solche Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten. Projektleiter Prof. Dr. Gergely Szolnoki, betonte, dass sowohl die Produzenten als auch die Touristen große Chancen in der Kombination von Wohnmobil und Weintourismus sehen.

Weitere Informationen zu den Studien der Hochschule Geisenheim finden Sie hier: Pressemeldung
Ausführliche Informationen zum Thema Stellplätze finden Sie auf dem CIVD-Infoportal.

Marketing & Public Relations



Marc Dreckmeier       
Leiter Marketing & PR
presse@civd.de

 



Jonathan Kuhn    
Manager Marketing & PR
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