04.09.2020

Trotz Corona-Lockdowns: Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen in Europa stabil

Trotz Corona zeigte sich der europäische Markt für Freizeitfahrzeuge 2020 stabil. Seit Jahresbeginn wurden europaweit insgesamt über 150.000 Reisemobile und Caravans neu zugelassen. Trotz der weltweiten Pandemie mit teils strengen Lockdowns und drastischen wirtschaftlichen Einbrüchen in vielen Ländern, sanken die Neuzulassungen in Europa lediglich um ein Prozent in den ersten sieben Monaten. Die Corona-bedingte Delle im Frühjahr ist überwunden, weshalb die europäische Caravaningindustrie auch für die kommenden Monate ein zufriedenstellendes Geschäft erwartet.
Caravaning begeistert auch in Corona-Zeiten so viele Europäer wie selten zuvor. Nach einem abrupten Einbruch aufgrund von Lockdowns in vielen europäischen Ländern im Frühjahr steigen die Neuzulassungen von Reisemobilen und Caravans seit Juni wieder stark an. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 153.024 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Das sind lediglich 1,2 Prozent weniger als im selben Zeitraum des erfolgreichen Vorjahres. Dass die Trendumkehr in ganz Europa vollzogen ist, zeigen die Juli-Zahlen eindrucksvoll: Im vergangenen Monat stiegen die Neuzulassungen um 61,4 Prozent im Vergleich zum Juli 2019. Alle Märkte (bis auf Norwegen) lagen mindestens 20 Prozent im Plus. „Da man mit einem Reisemobil oder Caravan individuell und nur mit Personen des eigenen Hausstandes verreist und durch eigene Wohn-, Schlaf-, Koch- und Sanitärmöglichkeiten weitestgehend autark ist, ist die Urlaubsform derzeit besonders sicher und beliebt“, erklärt Jost Krüger, Generalsekretär der European Caravan Federation (ECF).

Deutschland größter Caravaningmarkt

Herausragend liefen die Geschäfte in Deutschland, dem mit 70.551 neu zugelassenen Freizeitfahrzeugen größten Markt in Europa. Die Bundesrepublik verzeichnete seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 15,3 Prozent gegenüber dem Rekordergebnis aus dem letzten Jahr. Für viele andere wichtige Länder lässt sich das nicht sagen. Frankreich, das deutlich höhere Infektionszahlen verzeichnen musste und drastischere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ergriff, ist mit 21.574 Neuzulassungen (minus 8,5 Prozent) – mit großem Abstand zu Deutschland – weiterhin der zweitgrößte Markt. Auch die ebenfalls von der Pandemie schwer getroffenen Länder Italien (5.022 Fahrzeuge), Spanien (4.978 Fahrzeuge) und das Vereinigte Königreich (13.870 Fahrzeuge) mussten Verluste von 8,4 respektive 19,7 bzw. 36,3 Prozent hinnehmen. Besonders positiv war die Entwicklung neben Deutschland in Österreich (2.411 Fahrzeuge) mit plus 11,8 Prozent, in Dänemark (2.972 Fahrzeuge) mit plus 20,1 Prozent und in Finnland (2.074 Fahrzeuge) mit plus 14,7 Prozent. Die Neuzulassungen in den wichtigen Märkten Niederlande (6.944 Fahrzeuge), Schweiz (5.372 Fahrzeuge) und Schweden (5.168 Fahrzeuge) konnten die guten Ergebnisse aus den ersten sieben Monaten 2019 halten.

Reisemobilneuzulassungen weiter im Plus

Die Neuzulassungen von Reisemobilen entwickelten sich seit Jahresbeginn erneut positiv und übertrafen das Vorjahr um 4,0 Prozent. Insgesamt wurden europaweit bis einschließlich Juli 103.447 Reisemobile neu zugelassen. Auch hier ist das Bild in den einzelnen Ländern durch den unterschiedlichen Verlauf der Pandemie und die ergriffenen Maßnahmen zu deren Bekämpfung durchmischt. Deutschland verzeichnete eine Zunahme um 23,8 Prozent und ist mit 50.570 Fahrzeugen mit großem Vorsprung das Reisemobilland Nummer 1 in Europa. Die Neuzulassungen dieses Fahrzeugsegments konnten zudem in Österreich (1.639 Fahrzeuge), Dänemark (831 Fahrzeuge), Finnland (1.405 Fahrzeuge), den Niederlanden (1.838 Fahrzeuge) und der Schweiz (4.293 Fahrzeuge) teils sehr deutlich zulegen. In Frankreich (17.581 Fahrzeuge), dem zweitgrößten Reisemobilmarkt, Italien (4.654 Fahrzeuge), Spanien (3.819 Fahrzeuge) und dem Vereinigten Königreich (6.058 Fahrzeuge) entwickelten sich die Zahlen bislang rückläufig, dürften aber durch den starken Aufwärtstrend der letzten beiden Monate in Kürze wieder ins Plus drehen.

Turnaround auch bei Caravans geglückt – Branche verhalten optimistisch

Die Caravanneuzulassungen konnten ihr Ergebnis der ersten sieben Monate 2019 nicht halten und gingen um 10,6 Prozent auf 49.577 Fahrzeuge zurück. „Caravans sind konjunktursensibler als Reisemobile, weshalb der stärkere Einbruch im Frühjahr und die langsamere Erholung seit der Lockerung der Maßnahmen nicht verwundern“, erklärt Krüger. In Deutschland, dem mit 19.981 Fahrzeugen größten Caravanmarkt, blieben die Neuzulassungen mit einem kleinen Minus von 1,7 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Schwerer hat es hingegen den zweitwichtigsten Markt, das Vereinigte Königreich, erwischt: Hier schrumpften die Neuzulassungen um nahezu ein Drittel auf 7.812 Fahrzeuge. Auch in Frankreich (3.993 Fahrzeuge) steht ein Minus von 21,3 Prozent zu Buche. Erfreulich: Der wichtige niederländische Markt hielt sein Vorjahresergebnis mit 5.106 Neuzulassungen knapp (minus 2,2 Prozent). Das Tal scheint in ganz Europa auch bei den Caravans durchschritten, denn im Juli drehten die Neuzulassungen fast überall sehr deutlich ins Plus. „Wir gehen davon aus, dass der Nachholeffekt noch etwas anhält und wir gleichzeitig wegen der Sicherheit des Caravaningurlaubs in dieser Zeit weiterhin zusätzliche Neueinsteiger gewinnen können“, ist Krüger optimistisch für die kommenden Monate.

Enthält teilweise vorläufige Zahlen und Schätzungen. Stand: 31.08.2020

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