Normen

Europäische Normen unterstützen die Sicherheit und Qualitätssicherung für Freizeitfahrzeuge. National und international setzt sich der CIVD hierbei für seine Mitglieder ein.

Normen legen Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren fest. Sie unterstützen die Qualitätssicherung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Verwaltung und dienen der Sicherheit von Menschen und Sachen. Das gilt auch für die Caravaningbranche.
Die Kenntnis einschlägiger Normen, sowie deren richtiger Einsatz, ist ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Faktor. Sie sorgen durch eine gleichbleibende und vergleichbare Produktqualität für Vertrauen bei den Endkunden. Darüber hinaus schaffen Normen Rechtssicherheit für die Hersteller.

Die Anwendung von Normen ist freiwillig. Erst durch die Nennung in Verträgen oder Gesetzen wird ihre Einhaltung verpflichtend. In Haftungsfragen werden Normen allerdings als anerkannte Regeln der Technik herangezogen. Ein ordnungsgemäßes Verhalten kann so einfacher belegt werden.*

Europäische Normen für Freizeitfahrzeuge wurden erstmals 1998 veröffentlicht. Seither vertritt der CIVD die Interessen seiner Mitglieder national im DIN (Deutsches Institut für Normung), in der europäischen Normung bei CEN (Europäisches Komitee für Normung) und in der internationalen Normung bei ISO (Internationale Organisation für Normung). Die Normen unterliegen einer regelmäßigen Überarbeitung. Spätestens alle fünf Jahre werden Normen auf den Stand der Technik hin überprüft.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Normen:

  • DIN EN 1645-1:2012 Caravans: Anforderungen an den Wohnbereich hinsichtlich Gesundheit und Sicherheit
  • DIN EN 1646-1:2012 Motorcaravans: Anforderungen an den Wohnbereich hinsichtlich Gesundheit und Sicherheit
  • DIN EN 1647:2012 Mobilheime: Anforderungen an den Wohnbereich hinsichtlich Gesundheit und Sicherheit

Diese Normen stellen die Hauptnormen über bewohnbare Freizeitfahrzeuge dar. Sie enthalten Anforderungen und Prüfverfahren für die Sicherheit und Gesundheit von Personen, die einen Caravan, Motorcaravan oder ein Mobilheim benutzen. Anforderungen an die Sicherheit im Straßenverkehr gehören nicht in den Anwendungsbereich.

  • DIN EN 1648-1 Elektrische Anlagen für DC 12 V – Teil 1: Caravans
  • DIN EN 1648-2 Elektrische Anlagen für DC 12 V – Teil 2: Motorcaravans

Diese Normen enthalten die sicherheitstechnischen, gesundheitlichen und funktionellen Anforderungen an elektrische Anlagen für 12 V DC im Wohnbereich von Caravans und Motorcaravans.

  • DIN EN 721 Anforderungen an die Sicherheitslüftung

In dieser Norm sind die Mindestanforderungen an die Sicherheitslüftung von bewohnbaren Freizeitfahrzeugen festgelegt und alternative Verfahren zu Berechnung oder Prüfung der Sicherheitslüftung beschrieben. Die Ermittlung der Gesamtgrundfläche ist getrennt für Caravans, Reisemobile und Mobilheime festgelegt.

  • DIN EN 1949: Anforderungen an die Flüssiggasinstallation

Die europäische Norm legt Anforderungen an die Installation von Flüssiggasanlagen in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen und zu Wohnzwecken in anderen Fahrzeugen fest. Das sind im Einzelnen, unter dem Aspekt der Sicherheit und Gesundheit, Anforderungen für die Auswahl der Werkstoffe, Bauteile und Geräte bezüglich Bauweise und Dichtheitsprüfung von Flüssiggasinstallationen und den Inhalt der Bedienungsanleitung.

Publikationen hinsichtlich Normen können über den Beuth-Verlag erworben werden: www.beuth.de

* Die Ausführungen basieren auf Erkenntnissen des Deutschen Instituts für Normung. Hier erhalten Sie weitere Informationen zu den DIN-Normen und -Standards.

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