Überblick

Die deutsche Freizeitfahrzeug-Industrie schreibt Rekordzahlen und blickt dank steigender Beliebtheit der Urlaubsform Caravaning optimistisch in die Zukunft.

Die deutsche Caravaningbranche erzielte 2018 mit einem Rekord-Umsatz von 11,2 Milliarden Euro das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Der Branchenumsatz kletterte um starke 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2018 ist bereits das fünfte Jahr in Folge, das die Branche mit einem neuen Rekordergebnis abschloss. In diesem Jahrzehnt hat sich der Branchenumsatz bereits mehr als verdoppelt.
Quelle: CIVD-Erhebungen

Alle Geschäftsbereiche wachsen

Alle drei Geschäftsbereiche – der Verkauf von Neufahrzeugen, Gebrauchtfahrzeugen und Zubehör – konnten wachsen. Der Löwenanteil entfiel mit einem Rekordumsatz von 6,5 Milliarden Euro auf das Geschäft mit Neufahrzeugen, das um starke 10,3 Prozent zulegte. Hierbei stieg der Umsatz mit Reisemobilen um kräftige 11,0 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Mit dem Verkauf von neuen Caravans setzte die Branche eine weitere Milliarde um. Das entspricht einem Zuwachs von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch der Markt für Gebrauchtfahrzeuge konnte im vergangenen Jahr erneut zulegen. Der Umsatz mit Fahrzeugen aus zweiter Hand stieg um 6,7 Prozent auf insgesamt 3,8 Milliarden Euro. Auch das stellt ein neues Rekordergebnis dar. Dass nicht noch mehr Fahrzeuge den Besitzer wechselten, lag nicht an mangelnder Nachfrage, sondern einem zu geringen Angebot: Angesichts der enormen Beliebtheit der Urlaubsform Caravaning ist der Markt für gebrauchte Freizeitfahrzeuge nahezu leergefegt.

Zum besten Jahr der Branchengeschichte trug auch das Zubehörgeschäft bei, das sich 2018 weiter positiv entwickelte. Der Umsatz kletterte um 11,3 Prozent auf 947 Millionen Euro.

Quelle: CIVD-Erhebungen

Neue Bestwerte fest im Blick – Caravaningbranche optimistisch für 2019

Das Jahr 2018 ging als das Beste der deutschen Caravaningindustrie in die Geschichte ein. Das lässt die Branche sehr optimistisch auf 2019 blicken, wie eine Befragung unter den Mitgliedern des Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD) ergeben hat. Im Reisemobilsegment erwartet mit 75 Prozent die große Mehrheit der CIVD-Mitglieder weitere Zuwächse beim Absatz. Ein Viertel verspricht sich ein Ergebnis auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Die Mehrheit der Caravanhersteller geht ebenfalls davon aus, dass sich ihr Geschäft im neuen Jahr weiter positiv entwickeln wird. 43 Prozent prognostizieren Absätze auf dem hohen Vorjahresniveau. Kein Unternehmen geht folglich von einer negativen Entwicklung in einem der Fahrzeugsegmente aus.
Quelle: CIVD-Mitgliederbefragung

Exporte dürften weiter anziehen – trotz Brexit

Die Branche rechnet für 2019 zudem mit einem weiter steigenden Exportgeschäft. Drei Viertel der Reisemobilhersteller eine weiterwachsende Nachfrage aus dem Ausland, während 25 Prozent Ausfuhren auf dem Rekordniveau des Vorjahres für wahrscheinlich halten. Für den Export von Caravans sagt mit 36 Prozent ein gutes Drittel der CIVD-Mitglieder eine Fortsetzung des Wachstumskurses voraus. Knapp Zwei Drittel vermuten, dass das starke Ergebnis des Vorjahres wiederholt werden kann. Trotz des Austritts Großbritanniens, dem zweitgrößten europäischen Caravanmarkt, aus der EU erwartet also auch beim Exportgeschäft kein Unternehmen einen Rückgang.

 

 

Quelle: CIVD-Mitgliederbefragung
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