16.01.2023

Insgesamt über 218.000 neue Reisemobile und Caravans in Europa zugelassen – drittbestes Ergebnis aller Zeiten

Pressemitteilung

Aufgrund stockender Produktion und Auslieferung wurden 2022 europaweit weniger Freizeitfahrzeuge zugelassen als im Vorjahr – trotz hoher Nachfrage. Es ist das trotzdem das drittbeste Neuzulassungsergebnis der Branchengeschichte.
Caravaning liegt europaweit voll im Trend und die große Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen beschert der Branche gut gefüllte Auftragsbücher. Der europäische Neumarkt für Freizeitfahrzeuge verbuchte allerdings im vergangenen Jahr ein Minus von 16,1 Prozent im Vergleich zum Branchenrekord aus 2021. Insgesamt 218.301 neu zugelassene Reisemobile und Caravans sind der drittbeste Wert aller Zeiten. In Anbetracht der schwierigen Umstände ist dies ein bemerkenswertes Ergebnis für die Branche.

Die europäische Caravaningindustrie blickt auf ein turbulentes Jahr 2022 zurück: Die Nachfrage nach Reisemobilen und Caravans blieb europaweit sehr hoch und bescherte den Unternehmen einen hohen Auftragsbestand. Trotzdem wurden mit 218.301 Einheiten 16,1 Prozent weniger Neuzulassungen registriert. Grund hierfür waren vor allem stockende Lieferketten und pandemiebedingte Personalengpässe bei den europäischen Herstellern. Die Folge: In Europa übertraf die Nachfrage das Fahrzeugangebot deutlich.

 

Europäischer Markt verzeichnet Minus

Deutschland war auch 2022 anteilsmäßig mit 90.985 Freizeitfahrzeugen der bei Weitem größte Markt, auch wenn die Zulassungen insgesamt um 14,3 Prozent sanken. Der zweistellige Minustrend spiegelte sich dabei in allen größeren Absatzmärkten wider: Frankreich als zweitwichtigster Markt verzeichnete ein Minus von 16,5 Prozent (31.941 Einheiten). Auch das Vereinigte Königreich mit 25.638 Neuzulassungen (-21,7 Prozent) und die Niederlande mit 10.206 Einheiten (-13 Prozent) meldeten deutliche Rückgänge.

Insbesondere das Reisemobilsegment konnte das Topniveau aus den Vorjahren – trotz großer Nachfrage – nicht halten. Grund hierfür war ein branchenweiter Mangel an Fahrzeugchassis in der Produktion. Die Bundesrepublik als größer Absatzmarkt meldete 66.507 Neuzulassungen (-18,3 Prozent). Es folgen Frankreich mit 24.611 Neuzulassungen und einem Minus von 20,2 Prozent. Das Vereinigte Königreich als drittgrößter Reisemobilmarkt lag mit rund 12.000 Einheiten über 17 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Im Vergleich etwas stabiler zeigten sich die Caravan-Neuzulassungen: Deutschland lag mit 24.478 Einheiten (-1 Prozent) in etwa auf dem Vorjahresniveau. Die französischen Neuzulassungen lagen 1,6 Prozent (7.330 Einheiten) unter den Werten aus 2021. Das Gesamtbild trüben vor allem die deutlichen Rückgänge im Vereinigten Königreich mit rund 14.000 Einheiten (-25 Prozent) und den Nordeuropäischen Märkten Norwegen (2.177 Einheiten (-18,8 Prozent)), Schweden (3.164 Einheiten (-18,2 Prozent)) und Dänemark (2.260 Einheiten (-22,1 Prozent)).

„Die Schwierigkeiten in der Produktion und Auslieferung von Freizeitfahrzeugen betrafen alle europäischen Hersteller und Zulieferer. Besonders negativ stach der Mangel an Fahrzeugchassis heraus. Es überrascht uns also nicht, dass wir auf europäischer Ebene keinen neuen Neuzulassungsrekord aufgestellt haben. Am Ende ist es trotzdem das drittbeste Ergebnis aller Zeiten geworden. Das stimmt uns optimistisch für das Jahr 2023“, so Jost Krüger, Generalsekretär der European Caravan Federation (ECF).

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