Europäischer Markt

Caravaning liegt in ganz Europa voll im Trend und die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen steigen.

Caravaning liegt in Europa voll im Trend. Der europäische Markt für Freizeitfahrzeuge verbuchte im vergangenen Jahr ein Plus von gut 4 Prozent. Die Neuzulassungen von Reisemobilen und Caravans erzielten mit über 210.000 Fahrzeugen das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte. Mit wenigen Ausnahmen lagen nahezu alle nationalen Märkte im Plus. Für 2020 wird weiteres Wachstum erwartet.

Europäische Caravaningbranche verzeichnet herausragendes Jahr

Die europäische Caravaningindustrie blickt auf das zweiterfolgreichste Jahr ihrer Geschichte zurück. Erstmals seit 1980 wurde wieder die Marke von 210.000 neu zugelassenen Fahrzeugen in Europa überboten (210.188 Neuzulassungen). Das entspricht einem deutlichen Wachstum von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutschland war auch im vergangenen Jahr der Wachstumsmotor in Europa: Mit 80.863 neu registrierten Fahrzeugen verbuchte der deutsche Markt nicht nur erneut ein starkes Wachstum von 13,6 Prozent, sondern auch das dritte Rekordergebnis in Folge. Auch in der Schweiz (6.929 Fahrzeuge), Belgien (6.202 Fahrzeuge) und Österreich (2.684 Fahrzeuge) wurden 2019 mehr Freizeitfahrzeuge neu zugelassen als jemals zuvor. Ein herausragendes Wachstum von 25,3 Prozent und das beste Ergebnis seit 2007 erzielte Spanien (8.376 Fahrzeuge). Ebenso zu den Gewinnern zählen die Niederlande (plus 5,9 Prozent), Dänemark (plus 12,4 Prozent) und Finnland (plus 11,4 Prozent).

Einzelne Märkte schwächeln wegen Sondersituationen und Einmal-Effekten

Während sich die mittelgroßen Märkte sehr positiv entwickeln, schwächelten die Schwergewichte Frankreich (31.495 Fahrzeuge) und das Vereinigte Königreich (33.608 Fahrzeuge). Die Neuzulassungen in Großbritannien gingen unter anderem aufgrund des bevorstehenden Brexits um 4,4 Prozent zurück, während Frankreich das gute Vorjahresniveau leicht unterbot (minus 1,6 Prozent). Die Märkte in Norwegen und Schweden entwickelten sich nach Jahren außerordentlichen Wachstums 2019 deutlich rückläufig. In Schweden trat Mitte 2018 eine deutlich höhere Besteuerung von neu zugelassenen Reisemobilen in Kraft, weshalb eine erhebliche Zahl an Fahrzeugkäufen vorgezogen worden war. Entsprechend stark war 2019 der Rückgang, was sich aber wieder ausgleichen dürfte.

Rekord bei Reisemobilneuzulassungen

Quelle: CIVD-Auswertung ECF-Mitgliedermeldungen, Schätzungen, gerundet
Von Schweden (minus 42,5 Prozent), Norwegen (minus 13,8 Prozent) und Italien (minus 1,4 Prozent) abgesehen, konnten die Neuzulassungen von Reisemobilen in Europa ausnahmslos zulegen, in den meisten Ländern sogar zweistellig. Insgesamt wuchsen die Reisemobilneuzulassungen in Europa um 5,5 Prozent und erreichten mit 131.970 Fahrzeugen einen neuen Allzeit-Bestwert. Es ist bereits das vierte Rekordjahr in Serie und die Neuzulassungen haben sich seit 2010 fast verdoppelt. Dafür verantwortlich sind zahlreiche Rekorde in den europäischen Märkten, allen voran Deutschland (plus 15,1 Prozent), dem mit 53.922 Fahrzeugen mit Abstand größten europäischen Reisemobilmarkt. Neue Bestwerte verzeichneten zudem Spanien (5.977 Fahrzeuge) mit einem satten Plus von fast einem Viertel, Belgien (5.007), das erstmals die Marke von 5.000 Reisemobilen knackte, die Niederlande (2.097), bisher primär ein Caravan-Markt, und Österreich (1.704). Besonders wichtig ist für die Branche vor allem die Entwicklung in Frankreich, dem zweitgrößten Markt, sowie im Vereinigten Königreich, der Nummer drei in Europa. Der britische Markt legte um 4,4 Prozent auf 15.342 Einheiten zu, während der französische Markt mit 23.767 Fahrzeugen das gute Niveau des Vorjahres nahezu hielt (minus 0,5 Prozent).

Europa: Reisemobil-Neuzulassungen

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Land 2018 2019 Veränderung %
Quelle: CIVD-Auswertung der ECF-Mitgliedermeldungen

 

Nachfrage nach Caravans in Europa wieder gestiegen

Quelle: CIVD-Auswertung ECF-Mitgliedermeldungen, Schätzungen, gerundet
Auch die Nachfrage nach Caravans nahm wieder zu. Nach einem leichten Rückgang 2018 wuchsen die Neuzulassungen von Caravans 2019 um 1,6 Prozent auf 78.218 neu zugelassene Einheiten. Auch in diesem Fahrzeugsegment ist Deutschland Spitzenreiter in Europa. 26.941 Caravans bedeuten ein Plus von starken 10,7 Prozent. Der zweitgrößte Markt, das Vereinigte Königreich (18.266 Fahrzeuge), musste auch 2019 starke Verluste hinnehmen (minus 10,8 Prozent). Die Unsicherheit über die Folgen des Brexits scheint die Konsumfreude der Briten zu dämpfen, was sich bei den Caravans durchschlägt, da diese konjunktur-sensibler als Reisemobile sind. Frankreich, der drittgrößte Caravan-Markt, konnte das Vorjahresergebnis mit 7.728 Fahrzeugen nicht halten und büßte 4,9 Prozent ein. Sehr erfreulich hingegen die Entwicklung auf dem wichtigen niederländischen Markt (7.034 Caravans), der 6,1 Prozent zulegte und erstmals seit 2012 wieder über 7.000 Neuzulassungen verzeichnete. Ebenfalls bemerkenswert war die Entwicklung in Spanien, das mit satten 31,2 Prozent das größte Wachstum erzielte, sowie in Dänemark mit plus 8,2 Prozent.

Europa: Caravan-Neuzulassungen

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Land 2018 2019 Veränderung %
Quelle: CIVD-Auswertung der ECF-Mitgliedermeldungen

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