Überblick

2016 erwirtschaftete die deutsche Caravaning-Industrie einen Gesamtumsatz von 8,77 Milliarden Euro und verzeichnete damit das dritte Rekordjahr in Folge. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz um 8,2 Prozent und verglichen mit dem Krisenjahr 2009 konnte er mehr als verdoppelt werden. Dabei konnten Zuwächse in allen drei Geschäftsbereichen erreicht werden. Den Löwenanteil machte mit 55,0 Prozent das Geschäft mit Neufahrzeugen aus (Vorjahr 50,0 Prozent). Der Umsatz stieg hier im Vergleich zu 2015 um starke 19,9 Prozent auf den neuen Rekordwert von 4,82 Milliarden Euro. Mit dem Absatz von Gebrauchtfahrzeugen setzte die Branche 3,14 Milliarden Euro um – ein Plus von 10,6 Prozent und ebenfalls ein neuer Bestwert. Caravans und Reisemobile aus zweiter Hand machen damit 35,8 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Auch das Zubehörgeschäft trug seinen Teil zum Rekordergebnis bei: 0,81 Milliarden Euro Umsatz bedeuten einen neuen Allzeitbestwert und ein Wachstum von 12,5 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Anteil des Segments am Gesamtumsatz liegt bei 9,2 Prozent.

Auch das Jahr 2017 startete in den ersten Monaten trotz größtenteils recht winterlichen Wetters sehr gut. Der CIVD rechnet daher mit der Fortsetzung des Wachstumskurses und einem neuen Umsatzrekord in 2017. 

Entwicklung der Zulassungen in Deutschland

Die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen stiegen 2016 in Deutschland um 16,4 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von 7.740 neu registrierten Fahrzeugen. Mit 54.883 neu zugelassenen Reisemobilen und Caravans wurde der Höchstwert des Jahres 1991 nur knapp verpasst. Für das Jahr 2017 rechnet der CIVD mit einem Zuwachs von 5 Prozent bei Caravans und 10 Prozent bei Reisemobilen. Vor zehn Jahren überstiegen die Neuzulassungen von Reisemobilen erstmals die Caravan-Neuzulassungen in Deutschland. Dieser Trend setzte sich seitdem konstant fort und so wurden 2016 15.387 mehr Reisemobile als Caravans neu zugelassen. Der CIVD-Vorstand geht davon aus, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird.