Straßenverkehrssicherheit von Reisemobilen und PKW-Caravan-Kombinationen exzellent

Die Unfallzahlen von Pkw-Caravan-Kombinationen und Reisemobilen werden seit 1997 jährlich durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ausgewertet. Wie in den Jahren zuvor bewegen sich diese Zahlen auf einem sehr niedrigen Niveau. So wird eindrucks-voll nachgewiesen, dass Freizeitfahrzeuge und ihre Fahrer zu den sichersten Teilnehmern im Straßen-verkehr zählen.Von 467.564 Unfällen mit Personenschaden unter Beteiligung von Kraftfahrzeugen im Jahr 2016 enfielen 839 auf Reisemobile und 212 auf Pkw-Caravan-Kombinationen. Ein Blick auf die Unfallfolgen verdeutlicht die selbst im Vergleich zu Pkw klar erhöhte Verkehrssicherheit von Freizeitfahrzeugen. Von den in 2016 insgesamt 2.300 tödlich verunglückten Fahrern und Mitfahrern in Kraftfahrzeugen waren sieben Reisemobil-Insassen. In einer Pkw-Caravan-Kombination kamen zwei Personen zu Tode. Bezogen auf 100.000 Fahrzeuge im Bestand bedeutet dies, dass die Unfallfolgen für 3,4 Personen in Pkw tödlich sind, in Reisemobilen 1,7 Personen und 0,3 Personen bei Pkw-Caravan-Kombinationen. Ähnliches gilt für die schwer und leicht verletzten Mitfahrer. Während 493 Pkw-Insassen pro 100.000 zugelassene Pkw verunglücken, sind dies nur 100 in Reisemobilen und 20 Caravaner in Pkw-Caravan-Kombinationen.Reisemobile sind sowohl bei der Betrachtung der absoluten Anzahl der Unfälle als auch in Hinsicht auf fahrleistungsbezogene Unfallrisiken als überaus sicher einzustufen. 256 Unfällen mit Personenschaden je Mrd. Fahrzeugkilometer bei Reisemobilen stehen 519 Personenschäden je Mrd. Fahrzeugkilometer bei Pkw gegenüber. 


Straßenverkehrssicherheit von Reisemobilen und PKW-Caravan-Kombinationen exzellent

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat im März 2013 mit ihrer neuen Untersuchung einen Statusbericht zum Unfallgeschehen von Reisemobilen gegeben. Anknüpfend an die erste Untersuchung aus dem Jahr 1999 wird erneut bestätigt, dass Reisemobile zu den sichersten Verkehrsmitteln zu zählen sind.

Einzelheiten aus der Untersuchung:

  • Die Entwicklung der Unfallbeteiligung stellt sich im Zeitraum 2000 bis 2010 mit einem Rückgang von 36 Prozent bei den Unfällen mit Personenschaden sogar günstiger dar, als die Entwicklung der Unfälle unter Pkw-Beteiligung (-28 Prozent).

  • Die Untersuchung bestätigt ein sehr positives Ergebnis mit einem Anteil von weniger als 0,3 Prozent Beteiligung von Reisemobilen und Caravans an allen Unfällen mit Personenschaden.

  • Mit 256 Unfällen mit Personenschaden je Mrd.Fz.km weisen Reisemobile ein deutlich geringeres fahrleistungsbezogenes Risiko als Pkw auf, die auf 519 Unfälle mit Personenschäden je Mrd.Fz.km kommen.


Der gesamte Bericht, BASt M 236 „Unfallbeteiligung von Wohnmobilen 2000 bis 2010“, ist im elektronischen Archiv der BASt als Volltext erschienen. Zugriff auf den Bericht erfolgt unter: bast.opus.hbz-nrw.de/frontdoor.php