Straßenverkehrssicherheit von Reisemobilen und PKW-Caravan-Kombinationen exzellent

Die Unfallzahlen von Pkw-Caravan-Kombinationen und Reisemobilen werden seit 1997 jährlich durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ausgewertet. Wie in den Jahren zuvor bewegen sich diese Zahlen auf einem kaum erfassbaren Niveau. So wird eindrucksvoll nachgewiesen, dass Freizeitfahrzeuge und ihre Fahrer zu den sichersten Teilnehmern im Straßenverkehr zählen.

Aufgrund einer methodischen Änderung in der Erfassung fällt im Jahr 2015 im Vergleich zu den Vorjahren die Anzahl der an Unfällen beteiligten Reisemobile höher aus. Vereinfacht ausgedrückt wurden bis einschließlich 2014 nur in Deutschland zugelassene Reisemobile berücksichtigt, ab 2015 kommen auch ausländische Reisemobile hinzu. Die bisherige Auswertung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) basierte stets auf den beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hinterlegten Fahrzeugdaten, durch die keine ausländischen Fahrzeuge identifiziert werden konnten. Seit 2015 werden von der Polizei erfasste Unfalldaten ebenso verarbeitet, die auch ausländische Reisemobile einschließen.

Von 466.417 Unfällen mit Personenschaden unter Beteiligung von Kraftfahrzeugen im Jahr 2015 entfielen 839 auf Reisemobile und 207 auf Pkw-Caravan-Kombinationen. Ein Blick auf die Unfallfolgen verdeutlicht die selbst im Vergleich zu Pkw noch klar erhöhte Verkehrssicherheit von Freizeitfahrzeugen. Von den in 2015 insgesamt 2.516 tödlich verunglückten Fahrern und Mitfahrern waren sechs Reisemobil-Insassen. In einer Pkw-Caravan-Kombination kam eine Person zu Tode. Bezogen auf 100.000 Fahrzeuge im Bestand bedeutet dies, dass die Unfallfolgen für 5,6 Personen in Pkw tödlich sind, bei Reisemobilisten nur 1,4 Personen und 0,16 Personen bei Pkw-Caravan-Kombinationen. Ähnliches gilt für die schwer- und leichtverletzten Mitfahrer. Während 488 Pkw-Insassen pro 100.000 zugelassene Pkw verunglücken, sind dies nur 96 Reisemobilisten und 16 Caravaner in Pkw-Caravan-Kombinationen.

Reisemobile sind sowohl bei der Betrachtung der absoluten Anzahl der Unfälle als auch in Hinsicht auf fahrleistungsbezogene Unfallrisiken als überaus sicher einzustufen. 256 Unfälle mit Personenschaden je Mrd. Fz.-km bei Reisemobilen stehen 519 Personenschäden je Mrd. Fz.-km bei Pkw gegenüber.


Straßenverkehrssicherheit von Reisemobilen und PKW-Caravan-Kombinationen exzellent

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat im März 2013 mit ihrer neuen Untersuchung einen Statusbericht zum Unfallgeschehen von Reisemobilen gegeben. Anknüpfend an die erste Untersuchung aus dem Jahr 1999 wird erneut bestätigt, dass Reisemobile zu den sichersten Verkehrsmitteln zu zählen sind.

Einzelheiten aus der Untersuchung:

  • Die Entwicklung der Unfallbeteiligung stellt sich im Zeitraum 2000 bis 2010 mit einem Rückgang von 36 Prozent bei den Unfällen mit Personenschaden sogar günstiger dar, als die Entwicklung der Unfälle unter Pkw-Beteiligung (-28 Prozent).

  • Die Untersuchung bestätigt ein sehr positives Ergebnis mit einem Anteil von weniger als 0,3 Prozent Beteiligung von Reisemobilen und Caravans an allen Unfällen mit Personenschaden.

  • Mit 256 Unfällen mit Personenschaden je Mrd.Fz.km weisen Reisemobile ein deutlich geringeres fahrleistungsbezogenes Risiko als Pkw auf, die auf 519 Unfälle mit Personenschäden je Mrd.Fz.km kommen.


Der gesamte Bericht, BASt M 236 „Unfallbeteiligung von Wohnmobilen 2000 bis 2010“, ist im elektronischen Archiv der BASt als Volltext erschienen. Zugriff auf den Bericht erfolgt unter: bast.opus.hbz-nrw.de/frontdoor.php