Der Caravaning-Markt in Zahlen

Das Jahr 2015 hat Europa spürbar in Atem gehalten. Im Sommer bedrohte ein möglicher „Grexit“ die Fundamente der Europäischen Union, geopolitische Spannungen machen wirtschaftlichen Hoffnungsträgern bis heute zu schaffen und Europa steht im Bann der Flüchtlingsfrage. Außerdem sorgten die Unruhe an der chinesischen Börse und wankende Weltmärkte für Unsicherheit.Ungeachtet dieses anspruchsvollen Umfelds stand Deutschland im vergangenen Jahr wirtschaftlich glänzend da: Die Erwerbstätigkeit bewegte sich auf Rekordniveau, die Arbeitslosenquote sank deutlich und die gute Beschäftigungslage ließ die Löhne steigen. Diese Faktoren sowie günstige Energiepreise und niedrige Zinsen unterstützten die sehr erfreuliche Konjunkturlage, deren tragende Säule der inländische Konsum war. Dieses außerordentlich positive wirtschaftliche Umfeld beflügelte auch die deutsche Caravaningindustrie und machte 2015 zu einem wahrhaften Rekordjahr. Herausragend zeigten sich die Reisemobilneuzulassungen, die bereits im Jahresverlauf eine Vielzahl von Rekorden aufstellten und das Gesamtjahr wieder mit einem Bestwert abschlossen. Auch die Zahl der neu angemeldeten Caravans sprach eine eindeutige Sprache und bewies, dass der Caravan 2015 endgültig ein Comeback feierte. Dementsprechend befand sich der Umsatz im vergangenen Jahr ebenfalls auf Rekordkurs. Die deutsche Caravaningindustrie durchbrach erstmals die 7-Milliarden Euro-Marke.Dieses herausragende Geschäftsjahr 2015 und das erfreuliche Konjunkturumfeld veranlassen die deutsche Caravaningindustrie, weiterhin optimistisch in die Zukunft zu blicken. Demzufolge gehen nahezu alle Hersteller von Reisemobilen und Caravans von einer positiven Entwicklung des Inlandsgeschäfts und des Exports aus. Auch Indikatoren wie ein starkes Vermiet- und Secondhand-Geschäft sprechen für eine Fortsetzung des Wachstumskurses der deutschen Caravaningindustrie im Jahr 2016.

Dipl.-Kaufmann
Ralf Daelen
Leiter Wirtschaft, Statistik und
zentrale Angelegenheiten

Regina Vischer
Statistik, Adressverwaltung

Sabine Messinger
Statistik, Adressverwaltung