19.01.2026
Über 215.000 Neuzulassungen: Europäischer Caravaning-Markt zeigt sich robust und breit aufgestellt
Pressemitteilung
Stuttgart / Frankfurt am Main, 19. Januar 2026
Im Jahr 2025 wurden in Europa insgesamt über 215.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang von rund 2,6 Prozent. Damit überschritt der europäische Caravaning-Markt erneut die Marke von 200.000 Neuzulassungen und bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Haupttreiber der insgesamt positiven Bilanz ist das Reisemobilsegment, während die Caravan- Neuzulassungen unter dem Vorjahresniveau liegen, sich jedoch insgesamt stabil zeigen.
Die europäische Caravaning-Industrie verzeichnete im Jahr 2025 mit insgesamt rund 215.000 neu zugelassenen Freizeitfahrzeugen eine gute Jahresbilanz. Damit wurde die Marke von 200.000 Neuzulassungen im 8. Mal Jahr in Folge übertroffen. Deutschland blieb auch 2025 mit 94.134 neu zugelassenen Freizeitfahrzeugen der mit Abstand größte Caravaning-Markt Europas und trug erneut den größten Anteil zum europäischen Gesamtmarkt bei. Frankreich als zweitgrößter Markt meldete 33.504 Neuzulassungen und lag mit einem Minus von 0,2 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Das Vereinigte Königreich verzeichnete mit knapp 26.000 Neuzulassungen einen Rückgang von rund 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Reisemobile bleiben Stabilitätsanker für Markt
Das Reisemobilsegment erwies sich auch 2025 als tragende Säule des europäischen Caravaning-Marktes. Europaweit wurden rund 161.000 Reisemobile neu zugelassen, was einem leichten Plus von etwa 0,6 Prozent entspricht. In Deutschland wurden 75.368 Reisemobile neu zugelassen (+0,9 Prozent). Frankreich lag mit 26.335 Einheiten nahezu auf Vorjahresniveau (-0,2 Prozent), während das Vereinigte Königreich als drittgrößter Reisemobilmarkt mit rund 16.700 Neuzulassungen ein Plus von etwa 1,3 Prozent erzielte. Besonders deutlich fiel die Entwicklung in Schweden aus. Dort stiegen die Reisemobil- Neuzulassungen um 46,6 Prozent (4.201 Neuzulassungen). Ausschlaggebend hierfür war die Abschaffung einer zuvor benachteiligenden Steuerregelung für Reisemobile, die den Markt spürbar wiederbelebte.
Auch Italien konnte seine Position weiter stärken. Mit einem Zuwachs von 10,7 Prozent auf insgesamt 7.709 neu zugelassene Reisemobile liegt das Land auf Platz vier in Europa. In den Niederlanden wurden 2.937 Reisemobile neu zugelassen, was einem Plus von 19,1 Prozent entspricht. Trotz eines leichten Wachstums auch im Caravansegment ist dort ebenfalls eine Verschiebung hin zum Reisemobil erkennbar.
Solide Zuwächse von jeweils rund 11 Prozent verzeichneten zudem die noch jungen Reisemobilmärkte in Polen und Tschechien, die damit ihre wachsende Bedeutung im europäischen Caravaning-Gesamtmarkt unterstreichen.
Caravansegment rückläufig – deutliche Nachfrageverlagerung hin zu Reisemobilen
Das Caravansegment verzeichnete 2025 europaweit rund 54.200 Neuzulassungen und lag damit etwa 11 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In den meisten Märkten setzte sich der rückläufige Trend fort. In Deutschland wurden 18.766 Caravans neu zugelassen (-13,4 Prozent), im Vereinigten Königreich sank die Zahl um rund 19 Prozent auf etwa 9.250 Einheiten.
Zuwächse gab es lediglich in den Niederlanden mit mehr als 7.400 Neuzulassungen (+3,4 Prozent) sowie in Polen. Parallel dazu ist in vielen Ländern eine klare Verschiebung der Nachfrage vom Caravan hin zum Reisemobil zu beobachten. Besonders ausgeprägt ist dieser strukturelle Wandel im Vereinigten Königreich: Dort lag die Zahl der neu zugelassenen Reisemobile 2025 rund 80 Prozent über der der Caravans.
„Die europäische Caravaning-Industrie zeigt sich in einem weiterhin herausfordernden weltpolitischen und wirtschaftlichen Umfeld insgesamt robust und anpassungsfähig. Dass die Marke von 200.000 Neuzulassungen erneut übertroffen wurde, unterstreicht die anhaltende Attraktivität von Reisemobilen und Caravans als bevorzugte Urlaubsform für viele Menschen in Europa. Die stabile Nachfrage nach Reisemobilen, die vielfältigen Entwicklungen in den europäischen Märkten sowie die sehr guten Besucherzahlen auf den Caravaning-Messen in ganz Europa sprechen für die anhaltende Attraktivität der Urlaubsform. Insgesamt fällt die Jahresbilanz der europäischen Caravaning-Industrie daher positiv aus“, resümiert Jost Krüger, Generalsekretär der European Caravan Federation.
Weitere Informationen zum Thema Caravaning finden Sie unter:
European Caravan Federation
www.e-c-f.com
Die European Caravan Federation (ECF) ist Dachverband und Vertretung der nationalen Organisationen der europäischen Freizeitfahrzeugindustrie. Der 1964 gegründete Verband besteht aus insgesamt siebzehn nationalen Organisationen, die jeweils den industriellen Zweig der Caravaningbranche in den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten vertreten. Die ECF ist das Sprachrohr der europäischen Caravaningbranche in Brüssel. Zu ihren Hauptaufgaben zählt die politische, wirtschaftliche und technische Interessenvertretung.
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