19.01.2026
Über 94.000 Neuzulassungen: Deutsche Caravaning-Industrie zieht positive Jahresbilanz
Pressemitteilung
Stuttgart / Frankfurt am Main, 19. Januar 2026
Reisemobile und Caravans stehen weiterhin hoch im Kurs bei deutschen Urlaubern. Im Jahr 2025 wurden bundesweit 94.134 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen, wie der CIVD auf seiner heutigen Jahrespressekonferenz bekannt gab. Damit liegt die Branche nur knapp 2,3 Prozent unter dem sehr hohen Niveau des Vorjahres. Während die gewerblichen Neuzulassungen vorübergehend rückläufig sind, entwickelt sich der Privatmarkt bei Reisemobilen weiterhin sehr positiv. Zudem erreicht der Gebrauchtfahrzeugmarkt erneut eine Rekordmarke und unterstreicht das ungebrochen hohe Interesse am mobilen Urlaub.
In den vergangenen zwölf Monaten wurden in Deutschland insgesamt 94.134 neue Freizeitfahrzeuge zugelassen – das entspricht einem leichten Rückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch zeigt sich die deutsche Caravaning- Industrie sehr zufrieden mit der Jahresbilanz, wie CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso erläutert:
„2025 war für unsere Branche ein Jahr, das von vielen Herausforderungen geprägt war. Auf der einen Seite mussten Händler und Hersteller ein temporäres Überangebot an Fahrzeugen bewältigen und ihre Strukturen an ein zunehmend volatiles Marktumfeld anpassen. Gleichzeitig haben innen- und geopolitische Konflikte die wirtschaftliche Lage in Deutschland weiter belastet und zu einer spürbaren Verunsicherung bei vielen Verbrauchern geführt. Dass unsere Branche das Jahr dennoch mit einer so positiven Bilanz abschließt, ist aus unserer Sicht ein deutliches Zeichen für die Stabilität und Anpassungsfähigkeit von Fahrzeugherstellern und Handel. Es zeigt zudem, dass Caravaning nichts von seiner Attraktivität bei den Urlaubern eingebüßt hat. Im Gegenteil: Gerade in unsicheren und dynamischen Zeiten gewinnen Aspekte wie Flexibilität, Individualität und Selbstbestimmtheit beim Reisen an Bedeutung – Stärken, die Caravans und Reisemobile wie wohl keine andere Reiseform vereinen.“
Gewerbliche Neuzulassungen rückläufig, private Reisemobil-Nachfrage beflügelt Markt
Die Zahl der neu zugelassenen Caravans lag im vergangenen Jahr bei insgesamt 18.766 Einheiten und damit rund 13,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, pendelt sich langfristig jedoch auf einem stabilen Niveau ein. Die Reisemobilsparte entwickelte sich hingegen weiterhin positiv: Mit insgesamt 75.368 Neuzulassungen konnte das bereits sehr gute Ergebnis des Vorjahres um fast 1 Prozent übertroffen werden. Damit erzielte das Segment das drittbeste Neuzulassungsergebnis aller Zeiten. Während die gewerblichen Reisemobil-Neuzulassungen mit 25.385 Einheiten um 9,7 Prozent zurückgingen, stieg die Zahl der privaten Neuzulassungen auf 49.983 Fahrzeuge (+7,2 Prozent).
Entgegen der rückläufigen Entwicklung im gewerblichen Bereich bleibt die private Nachfrage im Reisemobilsegment damit insgesamt auf einem bemerkenswert hohen Niveau. Klassische Reisemobiltypen behaupten ihre zentrale Marktstellung und verzeichneten insgesamt ein Plus bei den Neuzulassungen.
Die Sparte der kompakten Fahrzeuge hingegen musste im Vergleich zum Vorjahr leichte Rückgänge hinnehmen.
Gebrauchtfahrzeuge sehr gefragt
Auch die Entwicklung auf dem Gebrauchtfahrzeugmarkt unterstreicht das ungebrochen hohe Interesse an Caravaning bei deutschen Urlaubern: Im Jahr 2025 wurden mit insgesamt 192.239 Besitzumschreibungen ein Plus von rund 2,7 Prozent und damit ein neuer Rekordwert erreicht. Beide Fahrzeugsparten trugen zu diesem außergewöhnlichen Ergebnis mit jeweils neuen Höchstwerten bei: 111.034 gebrauchte Reisemobile (+4,1 Prozent) und 81.205 Caravans (+0,8 Prozent) wechselten in den vergangenen zwölf Monaten den Besitzer.
Hersteller passen Produktion an, Bestand im Handel baut sich ab
Infolge eines vorübergehenden Überangebots an Fahrzeugen reagierten die Hersteller im vergangenen Jahr unter anderem mit gezielten Anpassungen der Produktionsvolumina, um den Angebotsmarkt zu entlasten. Insgesamt verließen rund 99.000 Freizeitfahrzeuge die Produktionsbänder deutscher Hersteller, was einem Rückgang von rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Davon wurden rund 42.000 Fahrzeuge ins Ausland exportiert.
Der zu Jahresbeginn überdurchschnittlich hohe Fahrzeugbestand auf den Händlerhöfen konnte dank einer konstanten Nachfrage nach Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie geringerer Neufahrzeugauslieferungen deutlich reduziert werden. Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 wird erwartet, dass sich der Bestand wieder auf einem normalen Niveau einpendelt. Die angebotsbedingten Anpassungen in der Fahrzeugproduktion wirkten sich auch auf den Branchenumsatz aus: Die deutsche Caravaning-Industrie erzielte im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von rund 14,1 Milliarden Euro (ca. -6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).
Ausblick für 2026
„Mit Blick auf das Caravaning-Jahr 2026 steht unsere Branche weiterhin vor Herausforderungen, blickt zugleich aber mit Optimismus auf die kommenden Monate.“, zieht Daniel Onggowinarso Bilanz. „Die Lage in Industrie und Handel war infolge der angespannten Angebotssituation in den vergangenen zwölf Monaten anspruchsvoll für alle Branchenakteure. Hersteller, Händler und Finanzdienstleister haben jedoch eng zusammengearbeitet und wirksame Strategien entwickelt, die die Branche durch diese herausfordernde Phase geführt haben. Die wichtigste Branchenindikatoren zeigen, dass sich Industrie und Handel trotz aller Widrigkeiten insgesamt auf einem guten Weg befinden. Das grundlegende Interesse an Reisemobilen und Caravans, die gut besuchten Caravaning-Messen sowie ein weiterhin starkes Vermietgeschäft machen deutlich, dass die Attraktivität des mobilen Urlaubs ungebrochen ist. Die weiterhin unsichere Entwicklung auf wirtschaftlicher und politscher Ebene erschwert belastbare Prognosen für das laufende Jahr. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die vergangenen Jahre und die zahlreichen strukturellen Stärken unserer Branche, dass Hersteller und Händler im Schulterschluss auch in einem anspruchsvollen Umfeld resilient bleiben. Vor diesem Hintergrund blicken wir als Industrie trotz aller Unsicherheiten auch mit Zuversicht auf die nächsten zwölf Monate.“
Marketing & Public Relations

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Leiter Marketing & PR
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