CIVD Richtlinie – Material Campliance

Vorgabentransparenz durch branchenweite Richtlinie zu Material Compliance

Caravans und Reisemobile müssen sowohl verkehrstechnischen Vorgaben als auch Wohn- und Komfortansprüchen einer immer anspruchsvolleren Klientel genügen, was beide zu sehr komplexen Produkten macht. Mit diesen Vorgaben wachsen gleichermaßen die umweltrelevanten Anforderungen, welche national und international in der Anzahl sowie in der Regulationstiefe ständig wachsen.

Für viele Verbandsmitglieder stellt sich daher die Frage, wie man diese Anforderungsvielfalt zum einen intern umsetzen und zum anderen an die Lieferanten weitergeben kann. Der CIVD hat diese Frage aufgegriffen und sich zum Ziel gesetzt, einen branchenweiten Standard zu schaffen, welcher die umweltrelevanten Anforderungen – und hier im Speziellen die materialspezifischen Anforderungen – in einem Dokument beschreibt.

Die Richtlinie stellt im ersten Teil den rechtlichen und prozessseitigen Kontext da, während sie im zweiten Teil die allgemeingültigen Anforderungen regelt. Dazu gehören beispielsweise REACH und die Chemikalien Verbotsverordnung. Im letzten Teil wird auf spezielle Anforderungen eingegangen, wie die Altfahrzeugrichtline (ELV), RoHS und die Biozidprodukteverordnung, um nur einige zu nennen. Da die Norm als selbstverpflichtend für die Hersteller, wie auch verpflichtend für die Lieferanten gelten soll, wird sichergestellt, dass alle Unternehmen der Caravaning-Industrie zukünftig das gleiche Verständnis von Material Compliance und deren Vorgaben haben.

Der CIVD hat durch die Richtlinie zur Material Compliance einen branchenweit verwendbaren Standard geschaffen, welcher mehr Rechtssicherheit bei gleichzeitiger Aufwandsreduzierung realisiert. Die begleitenden Maßnahmen zur Umsetzung der Richtlinie dokumentieren hierbei weitreichend die angestrebte partnerschaftliche Ausrichtung der Norm über die gesamte Lieferkette.