Straßenverkehrssicherheit von Reisemobilen und PKW-Caravan-Kombinationen exzellent

Die Unfallzahlen von Pkw-Caravan-Kombinationen und Reisemobilen werden seit 1997 jährlich durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ausgewertet. Wie in den Jahren zuvor bewegen sich die Zahlen auf einem kaum erfassbaren Niveau. Jährlich wird eindrucksvoll nachgewiesen, dass Freizeitfahrzeuge und ihre Fahrer zu den sichersten im Straßenverkehr zählen. Die stets sehr geringe Beteiligung von Reisemobilen und Pkw-Caravan-Kombinationen an Unfällen mit Personenschaden sank in den letzten zehn Jahren überdurchschnittlich. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) wies in einer eigens für Reisemobile und Pkw-Caravan- Kombinationen angelegten Studie und bereits im Jahr 2013 veröffentlichten Untersuchung eindrucksvoll nach, über welche niedrigen Unfallbeteiligungen Freizeitfahrzeuge verfügen. Während im untersuchten Zeitraum Kraftfahrzeuge im Schnitt lediglich einen Rückgang von 22 Prozent verzeichneten, sank die Beteiligung von Reisemobilen um 34 Prozent, die von Pkw-Caravan- Kombinationen um beeindruckende 50 Prozent. Von 444.637 Unfällen mit Personenschaden unter Beteiligung von Kraftfahrzeugen im Jahr 2013 entfielen lediglich 648 auf Reisemobile und 127 auf Pkw-Caravan- Kombinationen. Ein Blick auf die Unfallfolgen verdeutlicht die selbst im Vergleich zu Pkw noch deutlich erhöhte Verkehrs sicherheit von Freizeitfahrzeugen. Von den 2013 insgesamt 2.411 tödlich verunglückten Fahrern und Mitfahrern waren vier Reisemobil-Insassen. In einer Pkw-Caravan- Kombination kam glücklicherweise niemand zu Tode. Bezogen auf 100.000 Fahrzeuge im Bestand bedeutet dies, dass die Unfallfolgen für 3,6 Personen in Pkw tödlich sind, während dies bei Reisemobilisten nur 1,1 Personen auf 100.000 zugelassene Reisemobile sind. Ähnliches gilt für die schwer- und leichtverletzten Mitfahrer. Während 481 Pkw-Insassen pro 100.000 zugelassene Pkw verunglücken, sind dies nur 85 Reisemobilisten und 14 Caravaner in Pkw-Caravan-Kombinationen. Reisemobile sind sowohl bei der Betrachtung der absoluten Anzahl der Unfälle als auch bei der Betrachtung des fahrleistungsbezogenen Unfallrisikos als überaus sicher einzustufen. 256 Unfälle mit Personenschaden je Mrd. Fahrzeug-km bei Reisemobilen stehen 519 Personenschäden je Mrd. Fahrzeug-km bei Pkw gegenüber. 

Quelle: CIVD-Erhebung auf Grundlage von BASt-Daten


Straßenverkehrssicherheit von Reisemobilen und PKW-Caravan-Kombinationen exzellent

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat im März 2013 mit ihrer neuen Untersuchung einen Statusbericht zum Unfallgeschehen von Reisemobilen gegeben. Anknüpfend an die erste Untersuchung aus dem Jahr 1999 wird erneut bestätigt, dass Reisemobile zu den sichersten Verkehrsmitteln zu zählen sind.

Einzelheiten aus der Untersuchung:

  • Die Entwicklung der Unfallbeteiligung stellt sich im Zeitraum 2000 bis 2010 mit einem Rückgang von 36 Prozent bei den Unfällen mit Personenschaden sogar günstiger dar, als die Entwicklung der Unfälle unter Pkw-Beteiligung (-28 Prozent).

  • Die Untersuchung bestätigt ein sehr positives Ergebnis mit einem Anteil von weniger als 0,3 Prozent Beteiligung von Reisemobilen und Caravans an allen Unfällen mit Personenschaden.

  • Mit 256 Unfällen mit Personenschaden je Mrd.Fz.km weisen Reisemobile ein deutlich geringeres fahrleistungsbezogenes Risiko als Pkw auf, die auf 519 Unfälle mit Personenschäden je Mrd.Fz.km kommen.


Der gesamte Bericht, BASt M 236 „Unfallbeteiligung von Wohnmobilen 2000 bis 2010“, ist im elektronischen Archiv der BASt als Volltext erschienen. Zugriff auf den Bericht erfolgt unter: bast.opus.hbz-nrw.de/frontdoor.php