Neue Studie belegt: Caravaning-Tourismus starker Wirtschaftsfaktor in Deutschland

Urlauber mit Reisemobil, Caravan und Zelt bescheren deutscher Wirtschaft 12,6 Mrd. Euro Umsatz

Frankfurt am Main, 30. August 2017

Eine aktuelle Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München (dwif) belegt die wirtschaftliche Bedeutung von Camping- und Caravaning-Tourismus in Deutschland. Demnach bescherten Urlauber mit Reisemobil, Caravan oder Zelt der heimischen Wirtschaft 2016 einen Gesamtumsatz von 12,6 Milliarden Euro. Mit der steigenden Beliebtheit dieser Urlaubsform dürften auch die Umsätze wachsen.  

Caravaning ist in Deutschland beliebter als jemals zuvor. Das zeigt die seit Jahren stark wachsende Nachfrage nach neuen und gebrauchten Reisemobilen und Caravans sowie die stark steigenden Zahlen bei der Vermietung von Freizeitfahrzeugen. Entsprechend einträglich ist das Geschäft für die Fahrzeughersteller, die im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erwirtschafteten. Da viele deutsche Caravaning-Enthusiasten im eigenen Land verreisen, profitiert auch die hiesige Tourismusbranche stark von dem Boom. Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München (dwif) nahm dies zum Anlass, den Camping- und Caravaning-Tourismus in Deutschland in einer wissenschaftlichen Studie genauer zu untersuchen. „Die Ergebnisse zeigen, dass Camping- und Caravaning-Tourismus einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Deutschland darstellt“, so Dr. Bernhard Harrer, Vorstand des dwif. Urlauber, die mit einem Reisemobil, Caravan oder Zelt Deutschland bereisen, liefern durch ihren Konsum während der Ferien wichtige Impulse für die heimische Wirtschaft.

Über eine Million Freizeitfahrzeuge waren 2016 in Deutschland zugelassen. Über 300.000 weitere Fahrzeuge, vor allem Caravans, waren auf deutschen Campingplätzen im Dauereinsatz. Rund 50 Euro gibt jeder Caravaner und Reisemobilisten pro Tag während seines Urlaubes aus. Bei Dauercampern liegt der tägliche Konsum bei über 20 Euro. Hinzu kommen Besuche durch Verwandte und Freunde, die weitere knapp 20 Euro pro Person ausgeben. 

49,7 Millionen Übernachtungen gab es im vergangenen Jahr auf deutschen Campingplätzen. Hinzu kamen weitere 13,5 Millionen Übernachtungen von Caravaning-Fans außerhalb von Campingplätzen, vorrangig auf den rund 3.600 ausgewiesenen Reisemobilstellplätzen im Bundesgebiet. Reisemobilisten machten zudem 14,5 Millionen Tagesreisen. Außerdem wurden letztes Jahr 59,8 Millionen Aufenthaltstage von Dauercampern in Deutschland gezählt. Zusammengenommen bedeutete dies einen Umsatz von über 5 Milliarden Euro durch die Ausgaben der Caravaning-Touristen im Zielgebiet. Diese verteilten sich dabei neben den Übernachtungskosten vor allem auf den Einzelhandel, die Gastronomie und vielfältige Freizeitangebote wie Freizeitparks und Museen, die Leihe von Sportequipment oder Wellness-Angebote. Ein wichtiger, aber häufig vernachlässigter Faktor sind auch die Fahrtkosten der Caravaner und Reisemobilisten. Diese summierten sich 2016 auf 4,0 Milliarden Euro. Ebenso bedeutend sind die Ausgaben für die Camping-Ausrüstung. Hier stehen 3,6 Milliarden Euro Umsatz in den Büchern.

In der Gesamtrechnung machte das 2016 12,6 Milliarden Euro Umsatz. Geld, das im wirtschaftlichen Kreislauf bleibt, wie Herr Dr. Harrer ausführt: „Die Betreiber von Camping- und Reismobilstellplätzen bezahlen von den Umsätzen nicht nur ihre Angestellten, sondern auch Warenlieferanten wie z.B. Energieversorger oder Bäckereien und Dienstleister wie Handwerksbetriebe, die die Anlagen warten und reparieren, Werbeagenturen, die Broschüren erstellen, sowie Steuerberater, Versicherungen und die Kreditwirtschaft.“ „Aufgrund der weiter steigenden Beliebtheit der Urlaubsform Caravaning ist davon auszugehen, dass die Umsätze in allen Bereichen wachsen werden“, ergänzt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD).

Weitere Informationen zum Thema Caravaning finden Sie unter:

www.caravaning-info.de sowie unter www.civd.de (Hier steht auch Bildmaterial zum Download bereit).

 

Caravaning Industrie Verband e. V.

Der Caravaning Industrie Verband ist die Interessenvertretung des industriellen Zweigs der deutschen Caravaningbranche. Zu seinen Mitgliedern zählen neben deutschen und europäischen Herstellern von Caravans und Reisemobilen auch zahlreiche Unternehmen der Zulieferindustrie, Dienstleister sowie öffentliche Institutionen und Verbände. Der 1962 gegründete Verband vertritt alle Belange der deutschen Caravaningindustrie gegenüber der nationalen und europäischen Politik und ihren Behörden und Institutionen. Darüber hinaus ist der CIVD ideeller Träger der weltweit größten Messe für Freizeitfahrzeuge – dem CARAVAN SALON – und sorgt damit für wichtige Impulse für die Caravaningbranche in Europa.