Caravaningbranche wächst europaweit

Freizeitfahrzeuge erzielen Plus von fast 11 Prozent

Stuttgart, 16. Januar 2017

Der europäische Markt für Reisemobile und Caravans überzeugte auch 2016 mit einer außerordentlich starken Performance und verbuchte damit das beste Branchenergebnis seit sieben Jahren. So wurden im Jahr 2016 europaweit 170.064 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen, ein starkes Plus von 10,6 Prozent. Caravaning liegt in ganz Europa weiterhin im Trend.

Wie schon in den vergangenen Jahren war der deutsche Markt der wichtigste Erfolgsgarant für die europäische Caravaningbranche. Mit 54.883 neu registrierten Reisemobilen und Caravans verbuchte Deutschland einen starken Zuwachs von 16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zusammen mit der Bundesrepublik bilden Großbritannien und Frankreich die drei größten Freizeitfahrzeugmärkte in Europa. Im Vereinigten Königreich wurden im vergangenen Jahr insgesamt 35.950 Einheiten neu angemeldet, ein Plus von 7,1 Prozent. Der Markt in Frankreich wuchs um 8,3 Prozent auf 27.443 neu zugelassene Caravans und Reisemobile.

Tatsächlich steigerten nahezu alle europäischen Märkte ihre Neuzulassungen. So legte etwa Schweden um beeindruckende 22,3 Prozent zu (8.808 Freizeitfahrzeuge) und Spanien steigerte die Neuzulassungen um 14,7 Prozent (4.077 Einheiten). Ehemalige europäische Sorgenkinder, die 2015 nach schwierigen Zeiten erstmals wieder gewachsen waren, legten auch im vergangenen Jahr weiter zu. So stiegen die Neuzulassungen von Reisemobilen und Caravans in den Niederlanden (6,9 Prozent), Dänemark (9,5 Prozent) und Italien (6 Prozent) erneut an und übertrafen dabei allesamt die eigenen Wachstumsraten aus 2015.

Imposant sind insbesondere die Ergebnisse des Reisemobilsegments. Im Vergleich zum Jahr 2015 wurden europaweit fast 15.000 Einheiten mehr angemeldet. 96.410 Reisemobile in 2016 entsprechen einem beeindruckenden Zuwachs um 18,3 Prozent. Mit 35.135 neu zugelassenen Reisemobilen erzielte Deutschland ein herausragendes Plus von 23,9 Prozent.

Frankreich steigerte die Zahl der Reisemobilneuzulassungen um 13,1 Prozent auf 19.698 Einheiten und in Großbritannien wurden mit einem starken Zugewinn von 17,3 Prozent insgesamt rund 12.400 Reisemobile neu angemeldet.

Auch andere wichtige Reisemobilmärkte wuchsen teils fulminant. Schweden steigerte die Zulassungen um 31,9 Prozent auf 5.321 Einheiten. Spanien legte im abgelaufenen Jahr um weitere starke 37,5 Prozent (2.675 Einheiten) zu. Viele weitere Märkte wuchsen zweistellig, etwa Italien (13,7 Prozent) und Belgien (13,6 Prozent).

Der Markt für Caravans in Europa zeigte 2016 mit 73.654 Neuzulassungen ein stabiles Wachstum von 1,9 Prozent. Der zulassungsstärkste Markt in Großbritannien verbuchte ein Plus von 2,4 Prozent auf 23.550 neu angemeldete Caravans. In Deutschland wurden mit einem Zuwachs von 5,1 Prozent 19.748 Caravans neu angemeldet. Frankreich weist als einziger der großen Märkte ein Minus von 2,2 Prozent aus, bleibt mit 7.745 Einheiten aber der drittgrößte Caravanmarkt. Auf dem vierten Rang folgen die Niederlande mit einem Plus von 5 Prozent auf 6.078 Caravanneuzulassungen.

„Die europäische Caravaningbranche hat unsere Erwartungen mit diesem hervorragenden Ergebnis deutlich übertroffen und wir sind optimistisch, auch in 2017 substantiell weiter-zuwachsen“, sagt Jost Krüger, Generalsekretär der European Caravan Federation (ECF).

Enthält Schätzungen. Stand 10.01.2017.

 

Weitere Informationen zum Thema Caravaning finden Sie unter:

www.e-c-f.org sowie unter www.caravaning-info.de.

 

European Caravan Federation

Die European Caravan Federation (ECF) ist Dachverband und Vertretung der nationalen Organisationen der europäischen Freizeitfahrzeugindustrie. Der Geschäftssitz der ECF ist Zürich, Präsident ist François Feuillet. Der 1964 gegründete Verband besteht aus insgesamt zwölf nationalen Organisationen, die jeweils den industriellen Zweig der Caravaning-Branche in den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten vertreten. Die ECF ist das Sprachrohr der europäischen Caravaningbranche in Brüssel. Zu ihren Hauptaufgaben zählen die politische, wirtschaftliche und technische Interessenvertretung.