Reisemobile Dieselfahrverbote

Stand: 7. Dezember 2018

  1. Nur 5 % aller Reisemobile unmittelbar von möglichen Dieselfahrverboten betroffen.
    Nach einer Erhebung des CIVD sind lediglich 5 % des Gesamtbestands an Reisemobilen in eingerichteten oder drohenden Verbots-Zonen mit schlechter Euro 5 zugelassen und somit unmittelbar von Fahrverboten betroffen.

  2. Reisemobilisten steuern keine Fahrverbotszonen an
    Fast alle Reisemobilisten steuern auf ihren Urlaubsfahrten keine Innenstädte mit Verbotszonen an, da fast alle Stellplätze außerhalb liegen. Daher ist die Euro-Einstufung für die meisten Reisemobile von geringer Bedeutung. Eine Ausnahme hiervon sind die Anwohner in möglichen Fahrverbotszonen (siehe unten).

  3. Reisemobilchassis auf dem aktuellsten Stand
    Die aktuelle Reisemobilgeneration verfügt herstellerübergreifend mindestens über die Emissionsklasse Euro 6b, ist nicht von möglichen Fahrverboten betroffen und noch bis ins Jahr 2021 zulassungsfähig.

  4. Ausnahmen für Anwohner dringend notwendig
    Wir lehnen Fahrverbote ab und rufen Städte und Kommunen auf, alles zu tun, um diese zu vermeiden. Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom Februar den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit betont. Dementsprechend müssen in möglichen Fahrverbotszonen Ausnahmen vorgesehen werden, z. B. für Handwerker, Pendler, Touristen oder Anwohner. In Stuttgart ist beispielsweise eine Ausnahmekonzeption vorgesehen, unter die auch Reisemobile fallen, die zu Urlaubszwecken genutzt werden. Diese pragmatischen Lösungen sind zu begrüßen.

  5. Weitere richterliche Klärung abwarten
    Die aktuellen Berufungen zeigen, dass die komplette Sperrung von Innenstädten als unverhältnismäßig empfunden wird. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass doch noch pragmatische Lösungen, wie z. B. die Sperrung einzelner Straßen, gefunden werden.    

    Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass sich durch die bereits eingeleiteten emissionsmindernden Maßnahmen (u. a. Software-Updates, Umtauschprämien, Flottenerneuerung, Nachrüstung von Bussen und kommunalen Fahrzeugen) die Anzahl der Städte, die Grenzwerte überschreiten und potenziell von Fahrverboten betroffen sind, mittelfristig deutlich verringert.