Auswirkungen auf die Caravaningindustrie

Wie wird sich die Verbreitung des Coronavirus auf die Caravaningbranche auswirken?

Die Corona-Pandemie stürzt die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise. Auch die Caravaningindustrie bleibt davon nicht verschont: Die Produktion von Freizeitfahrzeugen musste vorübergehend größtenteils eingestellt werden, Lieferketten stocken und Nachfrage sowie Umsatz gehen abrupt zurück.
Fast alle deutschen Hersteller haben – wie ihre europäischen Wettbewerber – die Produktion vorübergehend eingestellt. Dies erfolgte vorrangig zum Schutz der Belegschaft vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus oder aus geringerer Mitarbeiterverfügbarkeit, weil diese beispielsweise ihre Kinder betreuen müssen. Wie lange die Schließungen dauern werden, ist abhängig von den durch die EU, die europäischen Regierungen sowie Bund und Länder ergriffenen Maßnahmen und kann zum jetzigen Zeitpunkt schwer abgeschätzt werden. Vor Ende April dürfte eine Rückkehr zum Normalbetrieb aber ausgeschlossen sein.

 

Sind Einbrüche in der Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen zu erwarten?

Aufbauend auf dem Momentum der letzten Jahre begann auch das laufende Kalenderjahr mit abermals einer Rekordnachfrage. Bekräftigt durch einen milden Winter und der auf den Frühjahrsmessen spürbar hohen Kundennachfrage, erfreute sich der Handel bis in den März einer guten Auftragslage. Dies hat sich durch das Coronavirus geändert. Einige Kunden verschieben aufgrund der aktuellen Einschränkungen ihr Kaufvorhaben, . Ins Gewicht schlägt hier vor allem die Absage der wichtigen Saisonauftaktveranstaltungen bei den Händlern und Herstellern. Hinzukommt die Tatsache, dass die Handelsbetriebe derzeit schließen müssen und auch viele KfZ-Zulassungsstellen geschlossen sind.

Sobald sich die akute Corona-Lage bessert und Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus gelockert werden, rechnen wir mit einem „Nachhol-Effekt. Das fest angestrebte Rekordergebnis werden wir in diesem Jahr nicht erreichen, gehen zum jetzigen Zeitpunkt aber insgesamt betrachtet dennoch von einem guten Ergebnis aus. Wir sind vorsichtig optimistisch, dass bis zum Saisonstart 2021 der Großteil der Verschiebungen aufgeholt sein dürfte.

 

Sind Umsatzeinbrüche für die deutschen Reisemobil- und Caravan-Hersteller zu erwarten?

Wir blicken auf starke Vormonate und gefüllte Auftragsbücher. Durch die derzeitigen Corona-Krise kommt es zu erheblichen Umsatzausfällen, weil der Caravaning-Handel vorübergehend schließen muss und Kunden ihre Fahrzeuge nicht abholen bzw. teilweise nicht zulassen können. Grundsätzlich erwarten wir, dass individuelle Urlaubsformen wie Caravaning besser und schneller aus der akuten Corona-Krise kommen werden als Reiseformen, die auf der Nutzung von Massenverkehrsmitteln basieren und aktuell einen erheblichen Imageschaden erfahren. Wir sind daher langfristig gesehen vergleichsweise optimistisch.

Viele unserer Kunden erfüllen sich mit dem Kauf eines Reisemobils oder eines Caravans einen Lebenstraum, auf den sie Jahre hin geplant und gespart haben. Hier könnte es zu einer zeitlichen Verschiebung kommen, aber auch vor dem Hintergrund fehlender alternativer Reiseoptionen gehen wir nicht davon aus, dass Kauferwägungen nachhaltig und langfristig von der akuten Corona-Pandemie beeinträchtigt werden.

 

Wie können sich Unternehmen schützen?

Jedes Unternehmen muss – allein schon aufgrund der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern – alles in seiner Macht Stehende tun, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Es gibt viele Mittel und Instrumente, beispielsweise strenge Hygiene- und Verhaltensregeln, Reisebeschränkungen oder mobiles Arbeiten. Der CIVD hat dazu für seine Mitglieder ein Papier mit arbeitsrechtlichen Hinweisen veröffentlicht. Zudem kann Rat bei den Experten in den Gesundheitsämtern und dem Robert-Koch-Institut eingeholt werden. Wichtig: Es ist jeder einzelne Mitarbeiter gefragt, um der Herausforderung durch das Corona-Virus zu begegnen!

 

Was tun, wenn Mitarbeiter erkranken?

Hierzu hat der CIVD für seine Mitgliedsunternehmen arbeitsrechtliche Hinweise verfasst.

Auswirkungen für Handel und Kunden Welche Auswirkungen zeigen sich im Handel? Und mit welchen Änderungen haben Kunden zu rechnen? Mehr erfahren
Auswirkungen auf den Caravaning-Tourismus Wie wirkt sich die Verbreitung des Corona-Virus auf den Caravaning-Tourismus aus? Mehr erfahren
Auswirkungen auf den CARAVAN SALON Die Leitmesse der Caravaningbranche wird zum jetzigen Stand wie geplant stattfinden. Mehr erfahren