Auswirkungen auf die Caravaningindustrie

Wie wird sich die Verbreitung des Coronavirus auf die Caravaningbranche auswirken?

Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft in eine tiefe Krise gestürzt. Auch die Caravaningindustrie ist betroffen: Lieferketten stockten, die Produktion von Freizeitfahrzeugen musste vorübergehend eingestellt werden und die Auslieferungen von Fahrzeugen gingen abrupt zurück. Inzwischen laufen die Bänder wieder.
Fast alle deutschen und europäischen Hersteller mussten die Produktion zwischenzeitlich für mehrere Wochen einstellen. Unter anderem weil die Lieferketten zum Erliegen kamen, da auch die Zulieferer ihre Produktion vorübergehend heruntergefahren oder eingestellt hatten. Auch der Warenverkehr selbst innerhalb der EU floss nicht so flüssig wie gewohnt. Inzwischen laufen die Bänder bei fast allen Herstellern du Zulieferern wieder. Zu beachten bleibt jedoch, dass jede einzelne Lieferkette weiterhin sehr individuell betroffen sein wird.

 

Abrupter Einbruch bei Verkäufen und Umsatz

Das Jahr 2020 begann mit einer Rekordnachfrage und dem besten ersten Quartal aller Zeiten, weshalb sich der Handel bis in den März einer hervorragenden Auftragslage erfreute. Durch die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu deren Bekämpfung mussten die wichtigen Saisonauftaktveranstaltungen bei den Händlern und Herstellern abgesagt werden und die Handelsbetriebe anschließend komplett schließen. Das hat zu einem abrupten Einbruch der Verkäufe und Auslieferungen von Fahrzeugen und entsprechend dramatischen Umsatzausfällen geführt, was mit Liquiditätsengpässen für viele Unternehmen einherging.

 

Kein langfristiger Einbruch bei Nachfrage nach Freizeitfahrzeugen

Es bleibt abzuwarten, wie stark die verringerte Kaufkraft und Konsumfreude infolge des wirtschaftlichen Abschwungs durch die Corona-Pandemie in Deutschland und Europa auf die Verkaufszahlen durchschlagen. Grundsätzlich erwarten wir, dass individuelle Urlaubsformen wie Caravaning besser und schneller aus der Corona-Krise kommen werden als Reiseformen, die auf der Nutzung von Massenverkehrsmitteln basieren und aktuell einen erheblichen Imageschaden erfahren. Denn gerade in der derzeitigen Situation ist Caravaning eine der sichersten Urlaubsformen.

Viele unserer Kunden erfüllen sich mit dem Kauf eines Reisemobils oder eines Caravans zudem einen Lebenstraum, auf den sie Jahre hin geplant und gespart haben. Hier könnte es zu einer zeitlichen Verschiebung kommen, aber auch vor dem Hintergrund fehlender alternativer Reiseoptionen gehen wir nicht davon aus, dass Kauferwägungen nachhaltig und langfristig von der Corona-Krise beeinträchtigt werden.

Nachdem sich die akute Corona-Lage gebessert hat und Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus nun sukzessive gelockert werden, rechnen wir mit einem „Nachhol-Effekt“. Das Tal scheint durchschritten. Wir sind insgesamt gesehen grundsätzlich optimistisch für die kommenden Monate.

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