Auswirkungen für Handel und Kunden

Welche Auswirkungen zeigen sich im Handel? Und mit welchen Änderungen haben Kunden zu rechnen?

Der Caravaning-Fachhandel erlebt durch die Corona-Pandemie eine der schwersten Krise seiner Geschichte. Vertrieb und Verkauf von Freizeitfahrzeugen sind vorübergehend untersagt. Kunden können ihre Fahrzeuge teilweise nicht abholen und zulassen. Das bringt ansonsten kerngesunde Handelsbetriebe in akute finanzielle Engpässe.
Bund und Länder haben angesichts der rasanten Verbreitung des Coronavirus am 22. März 2020 erweiterte Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte beschlossen und damit die seit dem 16. März 2020 bestehenden Beschränkungen ausgeweitet. Mit wenigen Ausnahmen wie z. B. Lebensmittelgeschäften, Banken, Drogerien, Tankstellen und Poststellen wurde bundesweit der Kraftfahrzeughandel untersagt. Verkauf und Publikumsverkehr ist damit ausgeschlossen. Diese Befristung gilt aktuell i.d.R. bis zum 20. April. Genauere Informationen finden Sie in unserem Download.
Übersicht der Landesverordnungen Welche Maßnahmen ergreifen die Länder zum Schutz gegen das Coronavirus? Eine Übersicht der Landesverordnungen steht hier zum Download bereit. DOWNLOAD
Wir sind allerdings der Auffassung, dass die Auslieferung von Fahrzeugen eine Dienstleistung darstellt, da es sich hier lediglich um den Vollzug bereits abgeschlossener Geschäfte handelt und keine Beratung oder Verkaufsverhandlung stattfinden. Unter Beachtung notwendiger Hygienemaßnahmen kann eine Auslieferung folglich durchgeführt werden.

 

Können Freizeitfahrzeuge an-, um- oder abgemeldet werden?

Der Betrieb der Kfz-Zulassungsstellen liegt in der Verantwortung der Städte und Gemeinden. Eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es nicht. Viele Zulassungsstellen wurden bereits geschlossen, andere arbeiten nur eingeschränkt, und bei wieder anderen sind nur noch Zulassungen durch Kfz-Händler möglich zu sein. Tagesaktuelle Informationen zu allen Zulassungsstellen in Deutschland finden sie hier: https://www2.kroschke.de/info/zulassungsstellen?utm_source=ActiveCampaign oder direkt bei der jeweiligen Zulassungsstelle.

Wir halten daher die Bearbeitung von Zulassungsanträgen, deren notwendige Dokumente per E-Mail an die Zulassungsstellen gesendet werden, in der derzeitigen Ausnahmesituation für eine Lösung. Die Dokumente und notwendigen Plaketten könnten dann, ähnlich dem Verfahren aus dem Projekt i-kfz, an die Caravan-Fachhändler zurückgeschickt werden.

Unbürokratische Lösungen in der täglichen Praxis vor Ort zeigen, dass eine solche Vorgehensweise gut funktioniert. Leider praktizieren dies aber viel zu wenige Zulassungsstellen.

 

Werkstätten bleiben geöffnet

Werkstätten dürfen in allen Bundesländern grundsätzlich geöffnet bleiben. Es ist trotz Kontaktverboten oder Ausgangsbeschränkungen überall erlaubt, geöffnete Geschäfte oder Betriebe für notwendige Besorgungen aufzusuchen. In Bayern sollten beispielsweise „Schönheitsreparaturen“ und Reifenwechsel auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. In Baden-Württemberg muss der Mindestabstand zu Personen von einem 1,5 Metern gewahrt werden. Wir gehen davon aus, dass dies auch in anderen Bundesländern ähnlich gehandhabt wird.

 

Darf ich mein Freizeitfahrzeug noch bewegen oder gibt es ein Fahrverbot?

Es gibt kein generelles Fahrverbot für Freizeitfahrzeuge. Allerdings sind auf Beschluss der Bundesregierung und der Regierungen der Bundesländer nicht notwendige Reisen, darunter auch und vor allem touristische Reisen, vorübergehend (nach derzeitigem Stand i.d.R. bis mindestens 20. April) untersagt. Ein Freizeitfahrzeug darf demnach – wie jedes andere private Fahrzeug – nur für notwendige Fahrten verwendet werden. Darunter fallen vor allem der Weg zur Arbeit, zum Arzt bzw. Krankenhaus, zur Pflege Angehöriger, zum Kauf von Lebensmitteln oder Medikamenten, zur Post, zur Tankstelle, zur Bank. Da die Werkstätten weiter geöffnet sind, ist auch der Weg dorthin erlaubt.

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