
Für viele Besitzer von älteren Reisemobilen sind Umweltzonen seit Kurzem keine Hürde mehr, da es dem CIVD gelungen ist, die Entwicklung von Nachrüstfiltern erfolgreich anzutreiben. In enger Zusammenarbeit mit renommierten Herstellern dieser Systeme konnten neben den „offenen“, ungeregelten Nachrüstfiltern für hauptsächlich Fahrzeuge mit gelber Plakette, vor allem auch „geschlossene“, geregelte Nachrüstsysteme für ältere Reisemobile auf den Markt gebracht werden. Besonders wichtig war bei letzteren die Entwicklung von Nachrüstfiltern für die Volumenmodelle mit roter Plakette.
Um die potentielle Marktakzeptanz abzuschätzen und die zeitnahe Entwicklung beim Systemlieferanten entsprechend anzutreiben, führte der CIVD Anfang Juni 2009 eine Abfrage unter den größten Handelsunternehmen durch. Die hieraus abgeleitete Einschätzung des Caravaningfachhandels über die vermeintliche Nachrüstquote der betroffenen Bestandsfahrzeuge fiel erwartungsgemäß positiv aus. Der CIVD erwarb daraufhin ein für Testzwecke in Frage kommendes Reisemobil, welches umgehend für Versuchsfahrtenzur Verfügung gestellt wurde.
Es gelang schlussendlich, Endkunden sowie Fachpublikum bereits auf dem CARAVAN SALON 2009 mehrere Nachrüstlösungen für Reisemobile zu präsentieren. Besonders das ausgestellte Testfahrzeug mit geregeltem Nachrüstfilter stieß auf reges Interesse, da viele Besucher im Besitz eines ähnlichen Reisemobils waren. Mit dem eingebauten Filter, der selbstverständlich auch die allgemeine Betriebserlaubnis vom Kraftfahrtbundesamt erhielt, konnte der Sprung von der roten zur grünen Plakette realisiert werden.
Somit konnte ein positives Zeichen für die gesamte Absatzkette gesetzt werden, denn oftmals wurde der Erwerbeines neuen Freizeitfahrzeugs zurückgestellt, weil die Inzahlungnahme des alten Reisemobils scheiterte.
Auch wenn immer noch nicht für alle Reisemobile Nachrüstlösungen existieren, so können mittlerweile eine Vielzahl der Bestandsfahrzeuge mit gelber und roter Plakette und sogar auch einige ältere EURO I‐Fahrzeuge ohne Feinstaubplakette mit Dieselpartikelfiltern nachgerüstet werden. Für die meisten Freizeitfahrzeuge besteht insofern jetzt die Möglichkeit, alle Städte mit Umweltzonen zu befahren.
Bisher fielen Nachrüstungen von Reisemobilen mit Dieselpartikelfiltern nicht in den Bereich finanzieller Förderung. Der CIVD setzt sich jedoch weiterhin stark hierfür ein, denn gerade aufgrund der vergleichsweise aufwendigeren Technologie, die besonders in geregelten Nachrüstsystemen für ältere Fahrzeugen für eine zuverlässige Regeneration sorgt, belaufen sich die Nachrüstkosten hier oftmals auf ein Vielfaches der durchschnittlichen Kosten von beispielsweise Pkw.
