18.02.2010

Der Freizeitfahrzeugmarkt in Europa erleidet deutlichen Einbruch

Die Verkaufszahlen für Freizeitfahrzeuge haben im Jahre 2009 mit minus 18,5 % in ganz Europa massiv nachgegeben.

Frankfurt, 15. Februar 2010

Sowohl der Caravan- wie auch der Reisemobilbereich haben in allen europäischen Ländern deutliche Rückschläge hinnehmen müssen. Währen die Rückgänge im Caravansegment bei 16,9 Prozent lagen, mussten im Reisemobilbereich Rückgänge von 20,5 Prozent hingenommen werden.

Die Gründe für die europaweiten starken Rückgänge sind naheliegend: Die Wirtschaftskrise, die sämtliche europäischen Märkte mit großer Wucht erfasst hat, haben den Verkauf von Caravans und Reisemobilen enorm belastet. Hinzu kamen in einigen Ländern spezifische nationale bzw. regionale Probleme. So hatten Länder wie Norwegen, Schweden und Großbritannien unter der Währungsverschiebung zum EURO massiv zu leiden. Länder wie Spanien und Italien litten unter der spezifischen wirtschaftlich-politischen Situation, was sich ebenfalls auf den Kauf von Fahrzeugen sehr negativ auswirkte. In diesen Ländern waren daher besonders hohe Rückgänge festzustellen. Ferner spielte auch die Finanzklemme eine klare Rolle, die den Handel dazu zwang, seine Bestände zu reduzieren. Damit konnten zum Teil Kundenwünsche, die mit Inzahlungnahme verbunden waren, nicht realisiert werden.

Optimistischere Einschätzung für das Jahr 2010

Die europäische Caravaningindustrie ist sich der Tatsache bewusst, dass es auch im Jahre 2010 Auswirkungen der Wirtschaftskrise geben wird, die ihre Geschäfte beeinträchtigen werden. Trotzdem sind Hersteller, Zulieferer und Handel optimistisch, die negative Entwicklung des vergangenen Jahres weitgehend hinter sich lassen zu können.

Im Hinblick auf die nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen werden im Jahre 2010 Rückgänge in einer Größenordnung von ca. 5 Prozent erwartet. Einzelne Länder wie beispielsweise Frankreich erwarten bereits wieder leicht steigende Zulassungszahlen. Insgesamt ist die Freizeitfahrzeugwirtschaft jedoch überzeugt, dass die Produktionszahlen bei Herstellern und Zulieferern im Hinblick auf die Abschwächung des Nachfragerückgangs wieder steigen werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.e-c-f.com.