28.05.2009

Caravans gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln  

Niedrige Unfallrate durch verbesserte Sicherheitstechnik  

Frankfurt/Gründau, 28. Mai 2009  

Tempo 100 für PKW-Caravan-Kombinationen, verbesserte Sicherheitseinrichtungen und nicht zuletzt besonnene Fahrweise haben zu einer weiteren signifikanten Verbesserung der Unfallzahlen bei PKW-Caravan-Kombinationen geführt. Laut der Unfallstatistik der Bundesanstalt für Straßenwesen BASt lagen im Jahr 2007 die Personenschäden bei PKW-Caravan-Kombinationen mit 44 je 100.000 zugelassenen Caravans um 13 Prozent niedriger als vor zehn Jahren, Unfälle mit Todesfolge mussten nicht registriert werden.  

Seit April 2005 dürfen Caravan-Besitzer deren PKW-Caravan-Kombination bestimmte Voraussetzungen erfüllen, auf Autobahnen und autobahnähnlichen Kraftfahrstraßen Tempo 100 zu fahren. „Diese wichtige Neuregelung der Geschwindigkeitsbegrenzung für Caravans hat eindeutig für mehr Sicherheit auf den Straßen gesorgt,“ analysiert Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes, CIVD. „Caravan –Besitzer können nun problemlos mit dem LKW-Verkehr mitschwimmen, der ja de facto mit rund 95 km/h auf den Autobahnen unterwegs ist. An Steigungsstrecken haben die PKW-Caravan-Kombinationen nun auch den nötigen Spielraum, um langsame LKW zu überholen. Dadurch kommt es zu einem deutlich verbesserten Verkehrsfluss und vor allem zu weniger gefährlichen Verkehrssituation.“  

Seit dem Jahr 2006 gibt es zudem neue elektromechanische Stabilitätseinrichtungen, die auch für ältere Caravans nachrüstbar sind. Dies ist ein bedeutender Beitrag der Hersteller zu mehr Verkehrssicherheit. Ähnlich einem ESP-System im Pkw kontrollieren die elektromechanische Stabilitätseinrichtungen permanent das Fahrverhalten des Caravans. Die Querbeschleunigungs-Sensoren der Steuerungselektronik erfassen bereits geringste Seitenbewegungen, noch bevor ein im Pkw vorhandenes ESP für Anhänger die Pendelbewegung registrieren kann. Bei Fahrsituationen, die den Anhänger ins Schlingern bringen, wird der Anhänger sofort – ohne Einfluss des Fahrers – sanft abgebremst.  

Im Jahr 2007 kamen laut Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) 242 Insassen von PKW-Caravan-Kombinationen bei Unfällen zu Schaden. Bestandsbereinigt bedeutet das, dass auf 100.000 Fahrzeuge bei PKW 1003 Personenschäden entstehen während bei 100.000 PKW-Caravan-Kombinationen 44 Personen zu Schaden kommen. Demnach treten bei Insassen von Caravan-Kombinationen 22mal seltener Personenschäden auf als bei PKW-Insassen. Die Zahl der zu Tode gekommenen Insassen von PKW-Caravan-Kombinationen hat sich laut BASt von sechs im Jahr 2004 auf null im Jahr 2007 verringert.  

Weitere Informationen zum Thema Caravaning finden Sie unter: www.caravaning-info.de