16.01.2009

Deutsche Caravaningindustrie drosselt Produktion  

13 Prozent Produktionsrückgang auf Grund geringerer Exportzahlen – für 2009 weiterer Rückgang erwartet  

Frankfurt/Stuttgart, 19. Januar 2009  

Der Rückgang der europäischen Exportmärkte zwang die deutschen  Hersteller von Caravans und Reisemobilen im zweiten Halbjahr 2008 zu erheblichen Produktionsanpassungen. Insgesamt produzierten die deutschen Hersteller im Jahr 2008 89.643 Freizeitfahrzeuge, das sind 13.529 Einheiten oder 13,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Export deutscher Caravans ging im Vergleich zum Vorjahr um 22,5 Prozent zurück. Die Ausfuhr von Motorcaravans verlor gleichzeitig 19,1 Prozent gegenüber 2007.  

Entsprechend waren die Hersteller von Freizeitfahrzeugen gezwungen ihre Fertigung zu drosseln. Die Produktion von Caravans fiel mit 50.699 Stück um 17,5 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Davon waren 32.235 Fahrzeuge für Kunden im Ausland bestimmt. Die Reisemobilproduktion sank um 6,6 Prozent auf 38.944 Fahrzeuge von denen 18.436 ins Ausland geliefert wurden. Der Exportanteil an allen produzierten Caravans betrug somit 63,6 Prozent, während bei den Reisemobilen 47,3 Prozent der Jahresproduktion für das Ausland bestimmt waren.  

„Während die Produktion von Freizeitfahrzeugen im ersten Halbjahr 2008 noch mit Volldampf lief, haben die Hersteller bereits im zweiten Halbjahr 2008 die Kapazitäten erheblich reduziert und bereits einen weiteren Rückgang der Exportmärkte im Jahr 2009 einkalkuliert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Produktion auch im Jahr 2009 weiter mit gedrosselter Kraft läuft und somit gegenüber dem Gesamtjahr 2008 nochmals zurückgeht,“ erläutert Klaus Förtsch, Präsident des Caravaning Industrie Verbandes CIVD.   Mit 89.643 Caravans und Reisemobilen fiel die Produktion deutscher Freizeitfahrzeuge erstmals seit drei Jahren unter die Marke von 100.000 Fahrzeugen.   Fotos und weitere Informationen zum Thema Caravaning finden Sie unter: www.civd.de