
Caravaning Industrie Verband sieht Talsohle erreicht – Überbestand beim Handel nahezu abgebaut
Frankfurt/Düsseldorf, 19. August 2009
Bereits im zweiten Halbjahr 2008 begannen die deutschen Hersteller von Freizeitfahrzeugen damit ihre Produktion den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im In- und Ausland anzupassen. Zur Jahresmitte 2009 haben diese Produktionsanpassungen ihren Höhepunkt erreicht. Genau 32.796 Freizeitfahrzeuge verließen im ersten Halbjahr 2009 die Produktionsbänder der deutschen Caravaningindustrie. Das sind 23.905 Einheiten beziehungsweise 42 Prozent weniger als im Rekordhalbjahr 2008. Für das 2. Halbjahr 2009 rechnet die Caravaningindustrie mit einer Stabilisierung der Produktionszahlen.
„Nicht nur die allgemeine Wirtschaftskrise hat sich auf die Produktion von Freizeitfahrzeugen ausgewirkt. Die drastischen Produktionsanpassungen wurden nötig, um den Handel beim Abbau von Beständen zu unterstützen. Die Eingrenzung ihrer Kreditlinien durch die Banken zwang zahlreiche Händler in ganz Europa dazu die Zahl ihrer Ausstellungs- und Bestandsfahrzeuge zum Teil erheblich zu reduzieren,“ erläutert Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes CIVD. „Verkaufte Bestandsfahrzeuge wurden daher nicht unmittelbar beim Hersteller neu bestellt. Dieser Prozess ist nun weitestgehend abgeschlossen, so dass im zweiten Halbjahr 2009 mit einer Stabilisierung der Produktionszahlen zu rechnen ist. Die Talsohle ist damit erreicht.“
Die Produktion von Reisemobilen sank im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 52,8 Prozent auf 12.101 Fahrzeuge. Etwas besser schnitt die Produktion von Caravans ab, die im selben Zeitraum um 33,3 Prozent auf 20.695 Einheiten nachgab.