26.08.2008

Europäischer Markt für Freizeitfahrzeuge annähernd auf Vorjahresniveau

Zulassungsplus der Reisemobile dämpft leichten Rückgang der Caravans

Frankfurt/Düsseldorf, 29. August 2008

Die Zahl neu zugelassener Freizeitfahrzeuge in Europa ist in den ersten sechs Monaten 2008 annähernd auf Vorjahresniveau geblieben. Mit insgesamt 123.818 Reisemobilen und Caravans wurden 3.566 oder 2,8% weniger Fahrzeuge neu registriert als noch in der ersten Jahreshälfte 2007. Caravans gaben um 7,1% auf 66.590 Neuanmeldungen nach, Reisemobile verzeichneten dagegen ein Zulassungsplus von 2,8% auf 57.228 Fahrzeuge.

Europäischer Spitzenreiter bei neu angemeldeten Reisemobilen ist Deutschland mit 14.736 Fahrzeugen (+13,6%), gefolgt von Frankreich mit 13.596 Fahrzeugen (-3,6%) und Italien mit 8.863 Reisemobilen (-14,5%). Die Schlusslichter bilden Dänemark mit 200 neu registrierten Reisemobilen
(-34,0%) und Slowenien mit 264 Zulassungen (+38,9%).

Der Rückgang im europäischen Caravan-Markt ging vor allem auf schwächere Zulassungszahlen in Großbritannien (-8,0% auf 17.511 Caravans), den Niederlanden (-12,7% auf 8.970 Caravans), Frankreich
(-10,0% auf 6.872 Caravans) und den skandinavischen Ländern zurück (Dänemark -12,8% auf 4.588 Caravans, Finnland -17,8% auf 985 Caravans, Schweden -9,0% auf 3.691 Caravans und Norwegen -5,3% auf 3.166 Caravans). Gegen den Trend entwickelten sich Italien (+6,7% auf 1.433 Caravans), Spanien (+4,4% auf 2.806 Caravans) und Slowenien (+34,5% auf 156 Caravans). Der deutsche Markt konnte sich mit einem Plus von 0,6% (12.069 neu zugelassene Caravans) stabil halten.

Export deutscher Reisemobile und Caravans kühlt ab

„Die europäischen Auslandsmärkte sind von der Finanzkrise, hohen Zinsen und den europaweit stark gestiegenen Energiepreisen sehr beansprucht.“, erläutert Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes e.V., CIVD. „Der starke Euro hat den deutschen Herstellern vor allem im großen britischen Markt zusätzlich die Geschäfte erschwert. Die Lager der europäischen Händler scheinen daher noch aus dem Vorjahr gut gefüllt gewesen zu sein, so das die Aufträge aus dem europäischen Ausland nicht das Niveau des Vorjahres erreichten.“, so Sternberg weiter.

Vor diesem Hintergrund sei der bisher starke Export der deutschen Hersteller in ihren europäischen Exportmärkten unter Druck geraten. Besonders stark traf es die deutschen Caravans, deren Exportzahlen um 15,9 Prozent auf 19.741 Einheiten fielen. Der Reisemobilexport entwickelte sich hingegen mit minus 2,8 Prozent auf 12.343 Fahrzeuge nahezu stabil.

Weitere Informationen und Fotos  zum Thema Caravaning finden Sie unter: www.civd.de