Anhand der Meldungen der ECF-Mitglieder sind im Jahr 2012 insgesamt 73.520 Reisemobil-Neuzulassungen registriert worden und verglichen mit 2011 (74.950 Einheiten) ist ein Rückgang um 1,9 Prozent entstanden. Im Gegensatz zum europäischen Caravanmarkt entwickelte sich der Reisemobilmarkt über 15 Jahre bis zur Schuldenkrise 2008 kontinuierlich aufwärts. Natürlich waren die Zulassungsrückgänge 2008 und 2009 mit einem Minus von 5,7 und 21 Prozent nicht unerheblich, aber bereits 2010 konnte ein leichtes Wachstum von 1,4 Prozent ausgewiesen werden. Dementsprechend fällt ein Zehn-Jahres-Rückblick positiv aus. Immerhin wurden in den meisten reisemobilfreundlichen Ländern wie Frankreich (plus 2,3 Prozent), Großbritannien (plus 3,6 Prozent) und Deutschland (plus 35,2 Prozent) Zuwächse erzielt. Lediglich Italien verlor massiv an Neuzulassungen und musste einen Rückgang von über 65 Prozent ausweisen. Überhaupt haben die südeuropäischen Länder, bedingt durch die katastrophale wirtschaftliche Gesamtentwicklung, auch nach der Schuldenkrise Zulassungsrückgänge zu verzeichnen. So sind die Reisemobil-Neuzulassungen in Spanien von 3.800 Fahrzeugen in 2007 auf lediglich 1.400 Fahrzeuge im Jahr 2012 gesunken, d. h., der Markt hat sich mehr als halbiert. Für 2012 kann festgehalten werden, dass die wenigen positiven Absätze in Ländern wie Deutschland (plus 10,3 Prozent), Schweiz (plus 13,2 Prozent) und Österreich (plus 23,5 Prozent) nicht die Rückgänge der anderen europäischen Länder kompensieren konnten.
Die europäische Dachorganisation aller Ländervertreter der Freizeitfahrzeug-Industrie, die European Caravan Federation (ECF), erhebt Marktdaten über den Absatz von Caravans und Reisemobilen.
Auf der eigenen Homepage www.e-c-f.com werden quartalsweise die Neuzulassungen für den europäischen Freizeitfahrzeugmarkt veröffentlicht.