30.06.2011

Überblick

Die deutsche Wirtschaft ist unerwartet gut durch die Finanz-und Wirtschaftskrise gekommen. Die kräftige Erholung der deutschen Konjunktur hat 2010 zum stärksten Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung geführt. Mit plus 3,6 Prozent übertraf Deutschland nicht nur den Euroraum, sondern wies auch unterdenG7-Ländern das beste Ergebnis auf. Im Krisenjahr 2009 war die deutsche Wirtschaft noch um 4,7 Prozent eingebrochen und musste den stärksten Verlust seit dem Zweiten Weltkrieg hinnehmen. Erfreulicherweise sanken die Arbeitslosenzahlen auf eine Durchschnittsquote von 7,7 Prozent im Lauf des Jahres 2010. Vor allem die hohen Wachstumsraten bei den Ausrüstungsinvestitionen und Exporten hatten zum Aufschwung beigetragen. Auch die deutsche Caravaningindustrie profitierte von der gestiegenen Auslandsnachfrage und konnte dementsprechend die Anzahl der exportierten Freizeitfahrzeuge um plus 12,6 Prozent steigern.

Maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung für die deutschen Hersteller hat zum einen der durch Produktions drosselung ermöglichte Bestandsabbau bei Herstellern und Händlern in Europa beigetragen und zum anderen die innovative Produktgestaltung bei Caravans und Reisemobilen. Der  Umsatz mit Neufahrzeugen stieg 2010 um 24 Prozent auf 2,3 Milliarden €. Der Gebrauchtfahrzeugumsatz lag mit 1,8 Milliarden € im Vergleich um rund 3 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Der Verkauf von Caravaningzubehör verbesserte sich um 9,3 Prozent auf 470 Millionen €. Insgesamt hat die deutsche Freizeitfahrzeugindustrie rund 4,5 Milliarden € in 2010 umgesetzt und erzielte ein Plus von 11,6 Prozent. Der deutsche Caravanmarkt hat sich in 2010 konsolidieren können und der Reisemobilmarkt wartet mit positiven Tendenzen auf.

Ausblick

Die Bundesregierung und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sehen für das Jahr 2011 weiterhin günstige konjunkturelle Perspektiven für Deutschland und rechnen mit einem Wachstum von 2,4 bis 2,5 Prozent. Für 2011 können die Arbeitslosenzahlen bereits unter die Dreimillionengrenze fallen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet für 2011 kräftige Lohnerhöhungen, so dass das verfügbare Einkommen der Haushalte steigen wird und auch die Inlandsnachfrage zum Aufschwung beitragen kann. Motor des  Aufschwungs wird 2011 aber wieder die Exportwirtschaft sein. Die wiedererstarkte Investitionskonjunktur - insbesondere in die Schwellenländer  Asiens - kommt der deutschen Exportwirtschaft besonders zugute. So erwarten 54 Prozent der deutschen und europäischen Caravan-Hersteller für 2011 einen leicht wachsenden Markt, während 46 Prozent von einer leicht rückläufigen Entwicklung ausgehen. Günstiger sieht die Marktsituation für den Reisemobilbereich aus. Von den befragten Unternehmen sagen 77 Prozent leicht steigende Absatzzahlen voraus und 23 Prozent gehen von einer stabilen Marktentwicklung aus.  Ein positives Bild sehen die befragten Hersteller im Exportbereich. Lediglich 30 Prozent erwarten einen leichten Rückgang der Caravan-Ausfuhr und immerhin 20 Prozent gehen von einer Exportsteigerung aus. Die verbleibenden 50 Prozent rechnen mit einer stabilen Absatzlage. Um es für den Reisemobilexport vorwegzunehmen: Keines der befragten Unternehmen erwartet eine rückläufige  Entwicklung in 2011. Erfreuliche 74 Prozent sind von einer Exportsteigerung überzeugt, 26 Prozent halten eine stabile Situation im Exportge- schäft für realistisch. Der CIVD geht davon aus, dass sich die europäischen Märkte 2011 uneinheitlich entwickeln und dass rund 150.000 Freizeitfahrzeuge abgesetzt werden können.  

Camping,Caravaning,Verband,Statistik,Touristik,CIVD,Reisemobile,Wohnwagen,Freizeitfahrzeuge,Motorcaravan

Dipl.-Kaufmann
Ralf Daelen
Leiter Wirtschaft, Statistik und
zentrale Angelegenheiten

Camping,Caravaning,Verband,Statistik,Touristik,CIVD,Reisemobile,Wohnwagen,Freizeitfahrzeuge,Motorcaravan

Regina Vischer
Statistik, Adressverwaltung

Camping,Caravaning,Verband,Statistik,Touristik,CIVD,Reisemobile,Wohnwagen,Freizeitfahrzeuge,Motorcaravan

Sabine Messinger
Statistik, Adressverwaltung